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D&O: Geheimniskrämerei im Schadenfall wird zurückgehen

27.01.2015 – Messmer_swissreTrotz einiger spektakulärer Fälle in Sachen Managerhaftung, konstatiert Swiss Re Experte Daniel Messmer aktuell überwiegend noch “Geheimniskrämerei” mit Schadenfällen. “Das Interesse der Öffentlichkeit an der Aufarbeitung von Fehlverhalten in den Führungsriegen der Unternehmen nimmt zu, auch hier werden soziale Medien eine gewichtige Rolle spielen”, sagt er im Interview mit VWheute.

Der Swiss Re Director sagt: “Hier stellt sich auch die Frage, ob die Versicherer in der Zukunft nicht offensiver mit ihrer Leistung umgehen sollten.” Die gesellschaftliche Diskussion um den ‘Versicherer, der ohnehin niemals etwas bezahlt’ werde man dann positiv beeinflussen können, wenn man Zahlungen im Schadenfall, aber – und das ist vielleicht noch bedeutender – erfolgreiche Abwehr von unberechtigten Ansprüchen besser vermarktet.

“Bereits heute stellt sich die Frage wie man mit sogenannten ‘Zweckabschlüssen’ von Unternehmen in der Krise umgeht. Insolvenzverwalter haben sich mit dem Produkt vertraut gemacht und haben erkannt, was in dem Produkt steckt” erklärt er weiter auf die Frage, wie sich die Schadenseite der Zukunft weiter entwickelt: “Für die Zukunft rechnen wir damit, dass sich endgültige Waffengleichheit zwischen den handelnden Akteuren ergeben wird. Das bedeutet, die scheinbare Übermacht der ‘Versichererkanzleien’ in D&O Schadenfällen, die sich aus der entsprechenden Spezialisierung über Jahre hinweg ergeben hat, wird schwinden.” (vwh/ku)

Bild: Daniel Messmer, Swiss Re Director Europe, Middle East & Africa. (Quelle: Swiss Re)

Link: D&O: Reputationsrisiken und Datensicherheit sind Spartentreiber (VWheute, 23.01.2015)

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