Versicherungswirtschaft-heute

            Mobilsite

 

Friendsurance: „Keiner bietet etwas Vergleichbares“

28.08.2014 – Friendsurance_KundeSeit 2010 agiert das Start-up-Unternehmen Friendsurance als Makler am deutschen Markt, mit einem Konzept, das die gesamte Branche gehörig umkrempeln soll, wie Geschäftsführer Tim Kunde im Interview mit VWheute erklärte.

VWheute: Wie soll das passieren, Herr Kunde?

Kunde: Unsere Vision ist, dass Versicherungen günstiger werden, wenn man sie nicht in Anspruch nimmt. Wie eine aktuelle Emnid-Studie ergab, wünschen sich 88 Prozent aller Deutschen, dass Schadensfreiheit im Versicherungsbereich mehr honoriert wird. Deshalb haben wir ein neues Versicherungsprinzip entwickelt, das Schadensfreiheit mit Beitragsrückzahlungen belohnt. Das Friendsurance-Prinzip gibt es ab sofort nicht nur für neue, sondern auch für bereits bestehende Versicherungen. Damit werden die Versicherungen der meisten Anbieter günstiger.

Wie funktioniert das?

Gemeinsam mit den kooperierenden Versicherungsunternehmen passt Friendsurance den Versicherungsvertrag so an, dass die Nutzung des Friendsurance-Prinzips möglich wird. Dazu wird eine Selbstbeteiligung in den Vertrag aufgenommen bzw. die bestehende Selbstbeteiligung erhöht. Die höhere Selbstbeteiligung geht mit einem deutlich niedrigeren Versicherungsbeitrag einher. Die Differenz zwischen dem alten Versicherungsbeitrag ohne Selbstbeteiligung und dem neuen Versicherungsbetrag mit höherer Selbstbeteiligung fließt in den Gruppentopf. Sie ermöglicht die Beitragsrückzahlungen bei Schadensfreiheit. Im Schadensfall muss der Versicherte die Selbstbeteiligung nicht selbst übernehmen, da sie aus dem Gruppentopf beglichen wird. So profitiert der Versicherte von den günstigen Beiträgen von Versicherungsverträgen mit Selbstbeteiligung, ohne dabei das Risiko hoher einmaliger Ausgaben im Schadensfall tragen zu müssen.

Wo sehen Sie Ihre Rolle im Online-Markt?

Wir sehen uns als Erfinder des online-basierten P2P-Versicherungsprinzips, das wir mit Friendsurance umsetzen. Im Prinzip geht es darum, durch Teilen zu gewinnen. Es gibt in Deutschland keinen anderen Marktteilnehmer, der etwas Vergleichbares anbietet.

Fürchten Sie den Einstieg von Google?

Nein, es sieht nicht danach aus, als wenn P2P-Versicherungen in absehbarer Zeit Teil der Google-Strategie sein werden.

Wie geht es jetzt weiter?

In der kommenden Zeit wollen wir unser Angebot für unsere Kunden weiter verbessern und weitere Versicherungskategorien wie Kraftfahrtversicherungen hinzufügen sowie unser Team vergrößern. Gemeinsam mit unseren Investoren evaluieren wir auch die Expansion in weitere Märkte.

Die Fragen stellte VWheute-Korrespondentin Elke Pohl.

Foto: Tim Kunde, Geschäftsführer Friendsurance. (Quelle: Friendsurance)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten