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Frauenquote ist Alibi-Politik

09.03.2015 – dettmer_Junge_Unternehmer“Frauen sollen wegen ihrer Qualifikation aufsteigen und nicht aufgrund ihres Geschlechts in eine Führungsposition aufsteigen”, sagt Julia Dettmer von den Jungen Unternehmern. “Ich sehe vielmehr die Gefahr, dass dadurch Frauen abgestempelt werden als Quotenfrauen”, kommentierte sie den aktuellen Beschluss.

Börsennotierte, mitbestimmungspflichtige Unternehmen gilt ab 2016 eine Frauenquote von 30 Prozent. Gut 100 Großunternehmen sind betroffen, 3.500 weitere Firmen müssen sich laut Deutschlandfunk ab September selbst verbindliche Ziele setzen, um den Frauenanteil zu erhöhen.

Die aktuelle Lösung gehe an der Realität vorbei und sei nicht geeignet, einen Kulturwandel herbeizuführen, sagte Julia Dettmer, stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer, im DLF-Interview:

“Ich habe mehr das Gefühl, dass das jetzt so eine Art Alibipolitik ist, wo die Familienministerin sicherlich irgendwas abliefern musste. Der eigentliche Kraftakt, der uns noch bevorsteht ist die Verbesserung der Betreuung in den Unternehmen für Frauen mit Kindern. Daran ändert sich doch eigentlich jetzt gar nichts.” (vwh/ku)

Bild: Julia Dettmer, stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer. (Quelle: Junge Unternehmer/ Anne Kreuz Fotografie)

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