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Folgt auf die Rentenlüge die Pflegelüge?

09.10.2015 – stefan_knoll_dfvStefan Knoll, Vorstandsvorsitzender der deutschen Familienversicherung, warnt vor einer möglichen Pflegelüge und fordert mehr Klartext von der Politik: “Statt diese Gefahr deutlich zu benennen, rollt sich die Politik in der gegenwärtigen Debatte lieber selbst den roten Teppich aus. Zu Unrecht”, sagt er mit Blick auf Leistungskürzungen in der Pflichtversicherung.

Mit der laut Knoll fahrlässig verbreiteten Botschaft, “man habe alles im Griff”, setze die Politik gefährliche Anreize. Er fordert mehr Anreize zur Eigenvorsorge seitens der Politik.

“Die Pflege ist sicher!” – so könnten die Menschen aus den aktuellen Verlautbarungen der Politik fälschlicherweise schließen. Das erinnerte stark an frühere Versprechen der Politik in der Rentenfrage, die man ihr später als Rentenlüge vorgeworfen hat”, sagt Knoll.

Er kommentiert die aktuelle Debatte um die Pflegereform. Die Politik um Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) wolle die Leistungsansprüche der Pflegebedürftigen von bisher drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade umstellen. Das käme zwar vor allem Demenzkranken zugute, die bislang keiner Pflegestufe zugeordnet waren. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wird sich die Zahl der Leistungsempfänger dadurch von 2,6 Millionen um 500.000 auf über 3,1 Millionen erhöhen. (vwh/ku)

Bild: Stefan Knoll, Vorstandsvorsitzender der deutschen Familienversicherung. (Quelle: DFV)

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