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Firmeninsolvenzen sind auch für Zulieferer eine Gefahr

19.02.2015 – bgh_palais_kaspar_150Eine Firmeninsolvenz kann auch für einen Zulieferer zum Problem werden. Demnach sieht die neue Rechtsprechung des Bundesgerichthofs (BGH) vor, das Insolvenzverwalter bis zu zehn Jahre nach Rechnungsstellung den gezahlten Betrag in voller Höhe zurückfordern können.

“Viele Zulieferer insolventer Unternehmen wissen nichts über das Damoklesschwert, das über ihnen schwebt – bis der Insolvenzverwalter sie anschreibt”, sagt Kai Engelsberg, Experte für Insolvenzrecht beim Versicherungsmakler Aon Risk Solutions.

Demnach kann ein Insolvenzverwalter nicht nur alle Zahlungen des insolventen Unternehmens anfordern. Hinzu können auch die Zinsen auf diese Beträge kommen, die seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden sind. “Bei fast 40 Prozent der angeschriebenen Unternehmen beträgt die Anfechtungssumme über 100.000 Euro“, ergänzt der Aon-Experte.

Zudem können alle Firmen belangt werden, die von der finanziellen Notlage des Unternehmens wussten. Als Indiz hierfür gelten Änderungen der vertraglich festgelegten Zahlungsbedingungen oder die Vereinbarung von Ratenzahlungen und Stundung. (vhw/td)

Bild: BGH-Palais in Karlsruhe. (Quelle: ak)

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