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Finanztip: „Anbieterwechsel billiger als Daten-Striptease“

07.07.2015 – Saidi Sulilatu FinanztipEs lohne sich nicht, sich selbst einer bestimmten Fahrweise zu unterwerfen, so das Ergebnis einer Untersuchung vom Online-Verbrauchmagazin Finantzip. “Weil man mit einem klassischen Anbieterwechsel nach bewährtem Muster gegenwärtig mindestens gleich viele Kosten einsparen kann, als wenn man freiwillig seinem Autoversicherer die Kontrolle der eigenen Fahrdaten erlaubt”, sagt der Versicherungsexperte von Finanztip Saidi Sulilatu.

Sulilatu, ehemaliger Honorarberater und Versicherungsmakler, bemängelt ferner, dass die Tarife gegenwärtig nicht transparent genug seien. “So wird zum Beispiel nicht klar, welches Fahrverhalten, also Bremsen, Beschleunigen oder das Fahren in der Nacht, wie bewertet wird, welcher Rabatt daraus errechnet wird.” Zudem entstehen dem Fahrer Zusatzkosten bei der Installation der Datenbox.

Mittelfristig sei es durchaus vorstellbar, dass solche Policen günstiger werden. Allerdings könnten dadurch Nicht-Telematiktarife preislich steigen. „Weil durch die Separierungsmögilchkeiten anhand der Fahrdaten der Risikoausgleich innerhalb einer Versicherungsgemeinschaft nicht mehr funktioniert. Bezahlen etwa ältere Autofahrer deswegen künftig mehr, weil ihnen irgendwelche Fahrdaten ein höheres Unfallrisiko unterstellen und sie eben keinen Telematiktarif nutzen”, hinterfragt Sulilatu.

Die Versicherer wollen laut Finanztip mit den Fahrstil-Tarifen in erster Linie nicht Kosten drücken, sondern vor allem neue Konkurrenten aus der IT- und Automobilbranche abwehren. (vwh/dg).

Bild: Saidi Sulilatu  (Quelle: Finanztip)

Link: Übersicht der Untersuchungsergebnisse von Finanztip

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