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“Exakter Risikoscore für einzelnen Versicherungsnehmer nicht machbar”

04.05.2015 – Regenauer“Wir werden niemals zu einer Art Kristallkugel kommen, in der sich die Gesundheitsvita eines Versicherten in sämtlichen Facetten spiegelt”, sagte Achim Regenauer, Chief Medical Director Munich Re zur aktuellen Debatte um Gendiagnostik, Digitalisierung und der damit verbundenen möglichen Fragmentierung der Kollektive.

“Wenn Sie die letzten 150 Jahre vergleichen, sind die Risikokollektive in der Tat immer kleiner geworden. Die Gendiagnostik wie auch die Digitalisierung werden diesen Trend gewiss weiter befördern, mehr aber auch nicht”, entgegnete Achim Regenauer auf die Frage, inwieweit die Individualisierung des Gesundheitsrisikos in Konflikt mit dem Gedanken der Versichertengemeinschaft kommen könnte.

In Versicherungswirtschaft-Special VALUE zum Wert der Gesundheit geht er im Interview mit Chefredakteur Heinz Klaus Mertes weiter ins Detail: “Ich glaube nicht, dass wir jemals einem Versicherungsnehmer einen exakten Risikoscore zuordnen können. Die Marge an Unsicherheit wird sich durch die genannten Faktoren verringern, was letztlich auch zu einer niedrigeren Prämie führen kann.”

Vor allen Dingen aber die Individualisierung durch die Gendiagnostik oder Genmedizin sieht Regenauer noch in den Anfängen. (vwh/ku)

Bild: Achim Regenauer, Chief Medical Director Munich Re. (Quelle: Munich Re)

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Interview. „Wir müssen wissen, wie hoch das Risiko ist.“ Achim Regenauer über Diagnostik-Fortschritt und Versicherbarkeit, in VW-Special VALUE 2/14 (Einzelbeitrag zu 3,81 Euro)

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