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Ex-Maklerin zu Todesstrafe auf Bewährung verurteilt

13.02.2015 – Eine ehemalige Managerin des größten Versicherungsmaklers in Shanghai ist zur Todesstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Sie wurde schuldig gesprochen, rund 3.300 Anleger um knapp 140 Mio. Dollar betrogen zu haben.

Insgesamt hatte Chen Yi als Managerin der Fanxin Insurance Agency zwischen 2010 und 2013 zusammen mit Ihrem Partner 208 Mio. Dollar von mehr als 4.000 Anlegern in Shanghai und Umgebung eingesammelt. Knapp 200 Mio. Dollar hatten die beiden an Provisionen von Versicherern eingesammelt. Das Geld überwies die dreiste Maklerin indes auf ihr Privatkonto, wo Ermittler 2013 knapp die Hälfte der Summe fanden.

In einer spektakulären Flucht war es dem Pärchen zunächst gelungen, sich mit knapp einer Mio. Dollar und diversen Wertgegenständen abzusetzen. Allerdings wurden die beiden auf den Fidji-Inseln gestellt und nach China gebracht. Der Partner der Maklerin wurde zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt.

Bei der Todesstrafe auf Bewährung in China kommen nach Angaben der amerikanischen Dui-Hua-Stiftung 99,9 Prozent (Stand: 1995) der zu dieser Form der Todesstrafe verurteilten Häftlinge mit dem Leben davon. In einem Hintergrundbericht der Welt wird zudem ein Bericht der Zeitung Yanzhao Metropolis Daily von 2006 zitiert, wonach die zu dieser Strafe Verurteilten nach einer durchschnittlichen Haftzeit von 18 Jahren wieder aus dem Gefängnis entlassen wurden.

Allerdings wird darüber immer erst nach einem zweijährigen sogenannten Vollzugsaufschub entschieden. (vwh/ku)

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