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Ex-Generali-Chef Greco glaubt nicht an Axa-Übernahme

12.08.2016 – Mario Greco - ZurichDurchfinanziert und solide hinterließ Mario Greco den Generali-Konzern bei seinem Weggang und sieht kein Grund, warum Europas drittgrößter Versicherer mit dem zweitgrößten Branchenprimus, der Axa, fusionieren sollte. Um das durchzuziehen, “gibt es noch zu viele Unsicherheiten im Markt, vor allem in Bezug auf den Brexit”, sagte Greco in seiner aktuellen Position als Zurich-Chef auf der Bilanzpressekonferenz.

Laut Medienberichten ist Axa-Chef Thomas Buberl auf Brautschau in Triest, berichtete VWheute. Auf der Bilanzpressekonferenz der Zurich war zu erwarten, dass Ex-Generali-CEO Mario Greco nach den Fusionsspekulation gefragt wird. Eine M&A-Welle stehe nicht bevor, es gebe noch zu viele Unsicherheiten im Versicherungssektor, vor allem in Bezug auf den Brexit, erklärte Greco, der seit dem 1. Mai als Vorstandsvorsitzender die Geschicke der Zurich Insurance Group leitet.

Der 56-Jährige war bereits von 2007 bis 2012 im Schweizer Unternehmen und leitete damals das Schadenversicherungs-Geschäft des Konzerns. 2012 hatte der Italiener die Generali inmitten der Euro-Schuldenkrise übernommen und dem Unternehmen ein Sparprogramm verpasst. Im Rahmen dessen wurden die Strukturen gestrafft und dadurch die Kosten gesenkt. Resultierend daraus hatte sich der Aktienkurs der Generali seit seinem Einstieg fast verdoppelt.

Mario Greco übernahm die Rolle des Chief Executive Officer (CEO) von Interimslösung Tom de Swaan. Dieser war im Dezember für Martin Senn eingesprungen, der nach diversen Rückschlägen im Unternehmen persönliche Konsequenzen zog. Im Mai hat sich Martin Senn das Leben genommen, berichtete VWheute.

Für die Situation der italienischen Finanzwirtschaft gilt der Weggang Grecos Beobachtern als symptomatisch. Die Versicherungsbranche ist in Italien traditionell eng mit den Banken verbunden, die Probleme lassen daher auch die Assekuranz-Branche nicht unberührt. Offenbar seien Italiens Banken und Versicherer nicht in der Lage, internationale Spitzenmanager dauerhaft zu binden, kommentierte die Financial Times. In der Tat befindet sich Italiens Bankensektor in einer schweren Krise und gilt als chronisch unterfinanziert. (vwh/dg)

Bild: Mario Greco, der Ex-Generali-Chef trat sein Amt als CEO der Zurich am 1. Mai 2016 an. (Quelle: Zurich)

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