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Erdland: Strafzinsen sind fatales Signal

21.11.2014 – Erdland_150GDV-Präsident Alexander Erdland bewertet Strafzinsen für Spareinlagen – wie gestern von der Commerzbank angekündigt – als fatales Signal für alle Sparer: “Sie schaden dem privaten Vorsorgegedanken und erschüttern das Vertrauen in die gesamte Finanzbranche.“ Für die Versicherungswirtschaft in ihrer Eigenschaft als institutionelle Investoren sieht er Möglichkeiten, negativen Zinsen zumindest teilweise aus dem Weg zu gehen.

Der Strafzins betrifft laut Handelsblatt indes auch Privatanleger – indirekt über Investmentfonds. Um Strafzinsen – wie von der Commerzbank als erstes größeres Kredithaus in der Eurozone angekündigt – zu vermeiden, könnten die Versicherer laut Pressemitteilung zum Beispiel verstärkt in Geldmarktpapiere oder geldmarktnahe Papiere wie kurzlaufende Staatsanleihen oder Festgelder umschichten.

“Allerdings investieren Versicherer aufgrund gut prognostizierbarer Abläufe in der Lebensversicherung in der Regel langfristig und halten somit nur eine relativ geringe Liquidität vor”, schränkt Alexander Erdland die Wirkung der Nachricht ein: “Da Kassenbestände grundsätzlich wenig Rendite abwerfen und nur einen geringen Beitrag zu den Gesamterträgen leisten, werden diese Einlagen auf ein Mindestmaß beschränkt.” (vwh/ku)

Bild: GDV-Präsident Alexander Erdland (Quelle: GDV)

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