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“Entlastungen für Hebammen sind nicht praktikabel”

13.03.2015 – georg_nuessleinDie von der Bundesregierung beschlossenen Entlastungen für Hebammen stoßen in den eigenen Reihen auf Kritik. “Die vorgesehene Regelung ist nicht praktikabel”, sagte der stellvertretende Unions-Fraktionschef Georg Nüßlein (CSU) gegenüber der Frankfurter Rundschau. So werde der Regressverzicht den Anstieg der Haftpflichtprämien nur geringfügig dämpfen, so der Gesundheitspolitiker.

Seit Jahren leiden die rund 3.500 freien Hebammen, die Geburtshilfe anbieten, unter steigenden Prämien für die Berufshaftpflicht. Der Grund dafür sind allerdings keine steigenden Fallzahlen, sondern immer teurere Fälle. Um die Hebammen nun zu entlasten, will Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) den gesetzlichen Kassen das Recht nehmen, sich im Fall einer leichten Fahrlässigkeit der Hebamme die Kosten von der Berufshaftpflichtversicherung zurückzuholen. Damit sollen die Kosten auf alle Versicherten umgelegt und der Prämienanstieg gebremst werden.

Nüßlein verwies hingegen unter Berufung auf die Versicherungsbranche, dass die Fälle lediglich fünf Prozent der gesamten Schadenssumme ausmachten. Daher fordern die Versicherer, das Regressverbot auch auf Fälle grober Fahrlässigkeit auszuweiten. Der CSU-Politiker schlug zudem laut Zeitungsbericht vor, den Hebammen über höhere Zuschläge bei der Honorierung von Geburten zu helfen. Dieser schon geplante “Sicherheitsabschlag” müsse so gestaltet werden, dass auch Hebammen mit wenigen Geburten davon profitieren können. (vwh/td)

Bild: Georg Nüßlein (Quelle: Georg Nüßlein)

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