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Elektronische Gesundheitskarte hebelt Grundrecht aus

20.08.2015 – Lueder - kv HamburgWieder einmal werden die Tests für die elektronische Gesundheitskarte (eGK) verschoben. “Es ist unverantwortlich und nahezu lächerlich, dass Politik und Krankenkassen weiter einer Illusion hinterherjagen und trotz aller Pannen, in den Sand gesetzter Millarden und gegen jede Vernunft an diesem Projekt festhalten”, sagte Silke Lüder, Sprecherin der Aktion “Stoppt die e-card”, gestern in Hamburg.

Manfred Lotze, Vertreter der Organisation IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) in dem Bündnis, fügt hinzu: “Mit der eGK werden allein die Interessen von Kassen, Gesundheitswirtschaft und IT-Industrie bedient.”

Bereits im Oktober 2014 sollte es soweit sein, nun wird der Starttermin abermals verschoben, auf den ersten Quartal 2016. Offenbar beißt sich die Industrie weiterhin an den Sicherheitsanforderungen die Zähne aus und kann daher bislang die sogenannten Konnektoren nicht liefern. Als eine Art Router sollen sie die Arztpraxen mit der Datenautobahn der Gematik verbinden, der Betreiberorganisation der eGK.

Die Patientenvertreterin der Aktion “Stoppt die e-Card”, Gabi Thiess, betont: “Jeder Bürger hat das Recht, selbst über den Verbleib und die Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen. Mit der eGK hebelt die Politik dieses Grundrecht aus.” (vwh/dg)

Bild: Silke Lüder, Sprecherin der Aktion “Stoppt die e-card”. (Quelle: KV Hamburg)

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