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Draghis Ultima Ratio: Weitgehend harmlos

18.11.2014 – Muenchau_EurointerlligenceAnleihekäufe können nicht zur Inflation führen, sagt Finanzexperte Wolfgang Münchau. Die entsprechenden Ankündigungen von Mario Draghi sieht er gelassen: “Ich glaube nicht, dass die Anleihekäufe übermäßig viel ausrichten werden – weder Gutes noch Schlechtes.”

Gleichzeitig räumt Wolfgang Münchau damit auf, dass sich durch derartige Maßnahmen die Geldmenge erhöhe. Die Debatte basiere zu einem großen Teil auf dem Missverständnis von Geldmenge und Geldbasis. Erstere sei tatsächlich die Liquidität einer Volkswirtschaft, die Geldbasis indes enthält – zu einem kleinen Teil – zwar das Bargeld aber als in seinen Augen einzig ausschlaggebenden zweiten Posten die Bankreserven.

Und diese, so erklärt er in seiner Kolumne bei Spiegel-Online, habe allerhöchstens indirekt Auswirkungen auf eine Volkswirtschaft – worauf wohl auch die EZB hoffe. Allerdings zeige das Beispiel Japan, dass derartige Ideen seit zwei Jahrzehnten nicht funktionieren.

Münchau: “Mit den Anleihekäufen erhöht die EZB nicht die Geldmenge, sondern nur die Geldbasis. Eine höhere Geldmenge könnte zu höherer Inflation in der Zukunft führen.” Und deshalb kann er auch die Warnungen vor einer möglichen Inflation nicht ernst nehmen. (vwh/ku)

Bildquelle: Eurointelligence

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