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Dirk Müller sieht “falsche Regulierung”

28.10.2016 – dirk_mueller_akDirk Müller, bekannter Börsenmakler und erfolgreicher Buchautor gehört zu den beliebtesten Vortragsrednern der DKM. Müllers dezidierte Kritik an den Finanzmärkten, kombiniert mit lockeren Sprüchen, die den Finger in die Wunden legen, fürchten Kritisierte und erfreuen das Publikum. Die sicherheits- und geopolitische Weltlage sieht “Mr. Dax” mit großen Risiken behaftet, aber auch die Versicherer stehen vor großen Herausforderungen.

Fintechs, falsche Regulierung und ein Anlagenotstand betrachtet Dirk Müller als die wichtigsten Baustellen für die Versicherungswirtschaft in Deutschland. “Fintechs schießen wie Schnellboote an den großen Tankern vorbei”, so die Wahrnehmung Müllers, setzen diese unter Druck, sorgen aber auch für die notwendige Innovationsdynamik.

Unbelastet von Regulierung schaffen diese Fakten, noch bevor die alt eingesessenen Platzhirsche merken wohin der Hase läuft, ganz zu schweigen von der Politik, die sowieso nicht versteht, was die einzelne Geschäftsmodelle branchenwirtschaftlich zu bedeuten haben. Das sei auch der Grund, so Müller im Exklusivinterview, weswegen “verrückte Produkte am Markt” häufig unreguliert blieben aber klassische Unternehmen bis zur Unbeweglichkeit durchreguliert werden.

“Eine gefährliche Gemengelage” sieht Müller beim Blick auf die allgemeine weltpolitische Situation. In China herrsche ein “Immobilien-Wahnsinn”, dort würden Millionenstädte errichtet, wo niemand wohne, Zombi-Unternehmen am Leben gehalten obwohl niemand deren z.B. Stähle brauche. Und das alles, weil die Nomenklatura Angst vor inneren Unruhen habe. Gleichzeitig seien in China die Währungsreserven dramatisch zurückgegangen. Es stelle sich hier nicht die Frage ob, sondern lediglich wann diese Blase platze.

Eine weitere Blase hat der Experte in den Vereinigten Staaten von Amerika identifiziert: Mittlerweile hätten dort die Subprimekredite für die Automobilfinanzierung die der Lehman-Pleite weit überstiegen, mit ähnlichem Potenzial für die Weltwirtschaft. Verändert habe sich auch die Haltung der USA zu ihrem Verbündeten Saudi-Arabien.

Weil die Amerikaner ihr eigenes Fracking-Öl in den Markt drücken wollen, würden die Araber wieder an der kurzen Leine gehalten. Ähnlich wie beim Brexit schließlich, wo sich auch alle Auguren getäuscht hätten, sieht Dirk Müller auch den US-Wahlkampf unter keinen Umständen entschieden. Städter und die Eliten würden Clinton wählen, aber die breite Masse sympathisiere mit dem Immobilientycoon Trump.

Welchen Rat Müller für die Versicherungswirtschaft hat, hören Sie hier im Exklusivinterview:

(vwh/ak)

Bild: Börsenmakler und Buchautor Dirk Müller bei seinem Vortrag auf der diesjährigen DKM in Dortmund. (Quelle: Alexander Kaspar)

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