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Digitalisierung: Der Weg zum hybriden Versicherungsmakler

30.10.2014 – Bipro_Schrills_dkm_2014_150Ungeschminkt warnte Frank Schrills Versicherungsmakler vor den Gefahren der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft und jeder Art von Business. „Sie müssen aufpassen, dass Sie durch die technische Entwicklung nicht aus dem Markt geschossen werden“, sagte Schrills, geschäftsführender Präsident des Vereins Bipro.

Der Verein, dem fast alle führenden Versicherer und Maklerdienstleister angehören, hat in den letzten Jahren erfolgreich digitale Schnittstellen harmonisiert und somit die Digitalisierung in der Versicherungsbranche massiv gesteigert. Selbst die mächtige Versicherungslobby, der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), wird bald, laut Schrills, nur noch Bipro-Normen verwenden. Makler, die auf der Dortmunder Vermittlermesse DKM von Schrills ein fertiges Handlungskonzept erwartet hatten, wurden hingegen enttäuscht.

„Meine Botschaft ist, dass sie ihre persönliche Beratungskompetenz mit der digitalen Welt verbinden“. Dabei müsse jeder Vermittler einen eigenen Weg gehen, der zu seinem Geschäftsmodell passe. Wer hingegen nicht in die digitale Welt einsteige, werde bald viele Kunden verlieren, die es nicht nur gewohnt seien nur noch über Tablets und Smartphones zu kommunizieren, sondern eine immer schnellere Geschwindigkeit der Kommunikation forderten. So werde in den USA jeder anrufende Kunde von großen Softwareanbietern sofort digital kategorisiert, um ihn besser einschätzen zu können. Solches „matchen“ der eigenen Kunden, sei auch in Deutschland möglich.

Schrills empfiehlt nur noch mit solchen Versicherern zusammenzuarbeiten, die auch eine digitale Beratung anbieten. Digitale Kompetenz sei schon deshalb notwendig, weil die Margen im Geschäft immer kleiner würden. Daher müsse die digitale Automatisierung jedes Maklervertriebes deutlich gesteigert werden. Viele Vermittler würden sich heute noch regelrecht zu Tode scannen. Nur wer sich durch digitale Technik von administrativen Arbeiten weitgehend befreie, habe wieder mehr Zeit zur Beratung. Ähnlich wie der Kunde, der sich im Internet informiert, aber beim Vermittler vor Ort beraten lässt, müssten Vermittler sich hybrid aufstellen und alle modernen Kommunikationswege beherrschen. Gleichzeitig warnte Schrills vor Fehlinvestitionen. So gäbe es Apps, die vollkommen unsinnig seien. Zudem müsse gerade im digitalen Zeitalter der Schutz der Daten deutlich erhöht werden. Schrills verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass es bald ein IT-Sicherheitsgesetz geben werde, von dem auch größere Versicherungsmakler betroffen sind. (usk)

Bild: Bipro-Präsident Frank Schrills. (Quelle: usk)

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