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Dietmar Meister wünscht sich mehr Vertrauen

12.08.2014 – Dietmar-MeisterDietmar Meister, CEO der Generali Deutschland, wünscht sich im Sommerinterview mit VWheute mehr Vertrauen in die Leistungen der Versicherungswirtschaft und für den Vorsorgesparer ein Ende der niedrigen Zinsen. Ziel müsste es sein, die Vorteile von Versicherungen für jeden Einzelnen und die gesamte Volkswirtschaft, wieder deutlicher zu machen. Darüber hinaus gilt nach seiner Meinung: „Bitte keine neuen Auflagen oder gar Hiobsbotschaften aus Berlin oder Brüssel“.

VWheute:  Herr Meister, wir wollen mal nachhaken. Sie haben in der Versicherungswirtschaft Nr. 4 vom 15. Februar 2013 gesagt, dass Sie mit den Aktivitäten des Generali Zukunftsfonds gesellschaftspolitische Verantwortung für die Herausforderungen des demografischen Wandels übernehmen würden. Was haben sie schon erreicht, und wie stehen sie zu dem Thema heute?

Meister: Das Thema ist aktueller denn je. Unser Ziel ist es, das defizitorientierte Altersbild in Deutschland zu korrigieren. Deshalb unterstützen wir entsprechende Studien. Ältere und Hochbetagte sind ein wertvoller und wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Sie wollen sich aktiv einbringen und werden bei der Bewältigung unserer demografischen Probleme gebraucht. Wir sind sicher, dass die Erkenntnisse unserer Studien in der politischen und gesellschaftlichen Debatte schon heute eine Rolle spielen. Neben diesem „Grundrauschen“ fördern wir derzeit rund 40 Initiativen, die das bürgerschaftliche Engagement der Älteren stärken. Unser Ansatz reicht dabei über die finanzielle Unterstützung hinaus. Wir sorgen für Verbreitung und Verstetigung von entsprechenden Initiativen und Ideen. Tatsächlich tragen viele Förderprojekte schon heute Früchte.

VWheute: Was sind Ihre Prioritäten im 2. Halbjahr 2014”?

Meister: Durch das Lebensversicherungsreformgesetz hat der Gesetzgeber uns einige Aufgaben ins Pflichtenheft geschrieben, die wir im zweiten Halbjahr bevorzugt angehen, nicht zuletzt weil konkrete Umsetzungstermine damit verbunden sind. Darüber hinaus beschäftigen wir uns intensiv mit der Frage, wie wir unsere Produkte, allen voran die Lebensversicherung, auch in Zeiten niedriger Zinsen und gestiegener regulatorischer Herausforderungen attraktiv für Kunden halten können. Dazu gehören interne Effizienzprogramme ebenso wie die Arbeit an neuen Produkten.

VWheute:  Ihre Visionen für 2014/2015?

Meister:  Da Sie nach Visionen, also Bildern von der Zukunft und nicht nach einem konkreten Ausblick fragen: Für den Vorsorgesparer sollten wir ein Ende der niedrigen Zinsen anstreben; für die Versicherungswirtschaft mehr Vertrauen in ihre Leistungen; für die deutsche Gesellschaft eine Politik, die dem demografischen Wandel endlich Rechnung trägt; für die Generali Deutschland Gruppe eine Fortsetzung des ertragsorientierten Wachstumskurses und damit des Unternehmenserfolgs.

VWheute:  Ihre persönlichen Wünsche für den Rest des Jahres?

Meister: Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, die Vorteile von Versicherungen für jeden Einzelnen, aber auch für die gesamte Volkswirtschaft wieder deutlicher zu machen. Dazu müssen wir in erster Linie selbst beitragen. Darüber hinaus gilt: Bitte keine neuen Auflagen oder gar Hiobsbotschaften aus Berlin oder Brüssel.

VWheute: Wo verbringen Sie oder haben Sie in diesem Jahr Ihren Sommer-Urlaub verbracht?

Meister: In diesem Jahr stehen kein großer Sommerurlaub, sondern kleinere Urlaubsetappen auf dem Programm, die aber dennoch Raum und Gelegenheit zu Entspannung und Erholung bringen sollten.

Die Fragen stellte VWheute-Korrespondent Wolfgang Otte.

Bild: Dietmar Meister wünscht sich keine neuen Auflagen aus Berlin oder Brüssel. (Quelle: Generali)

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