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“Die Pipeline privater Projekte ist leer”

07.12.2015 – Huether_iwStaatliche Investitionsprogramme haben derzeit Hochkonjunktur. Diese stellen “aber einen kurzzeitigen Lösungsansatz für ein langfristiges, strukturelles Problem dar”, sagt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, in der Versicherungswirtschaft. Zwar seien genügend Mittel dar, es mangele aber an “attraktiven Investitionsprojekten”. “Die Pipeline privater Projekte ist tatsächlich leer”, betont der Wirtschaftsforscher.

Daran werde sich auch nichts ändern, wenn der Staat die Investitionsrisiken übernehme, betont der Wirtschaftsforscher. Anders sehe dies hingegen bei den öffentlichen Investitionen aus: “Hier fehlen aber häufig der Wille und die entsprechenden Rahmenbedingungen, um privates Kapital wirkungsvoll einzubinden”, beklagt Hüther.

Hinzu komme, “dass wir mit der breiten Digitalisierung vor einer vierten Industriellen Revolution stehen, die sich von strukturellen Umbrüchen der Vergangenheit in einem entscheidenden Punkt unterscheiden könnte: Sie ist für Anwender nicht sonderlich kapitalintensiv – vielleicht sogar kapitalsparend”, ergänzt der IW-Direktor. So könnten die kommenden Jahre geprägt sein “von viel Kapitalangebot und wenigen konkreten Investitionsprojekten”, lautet seine Prognose. (vwh/td)

Bild: Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (Quelle: IW)

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Link: “Die Warnzeichen blinken stärker”. Im Interview äußert sich Wirtschaftsforscher Michael Hüther über die Stärken und die Anpassungsfähigkeit deutscher Unternehmen, in VW 12/15 (Einzelartikel zu 3,81 Euro).

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