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Deutschland-Rente: Altersarmut bleibt weiter bestehen

14.03.2016 – bert-ruerup-150“Eine vierte Säule der Altersvorsorge müsste jedem offen stehen – unabhängig von der Art der Erwerbstätigkeit”, fordert Bert Rürup, Chef des Handelsblatt Research Institutes. “Auch Arbeitslose sollten sie in Anspruch nehmen können. Flankierend wäre zudem zu erwägen, die Eigenvorsorge nicht (voll) auf die Grundsicherung im Alter anzurechnen.” Der aktuelle Vorschlag zur Deutschland-Rente bringe hier keine Ansätze.

Auch Rentenexperte Bert Rürup sieht Handlungsbedarf angesichts des Scheiterns von Riester und der mangelhaften Verbreitung der Betriebsrente. Gut gedacht, im Detail aber schlecht gemacht, attestiert er dem aktuellen Entwurf zur Deutschland-Rente.

“Der konzeptionelle Mangel ist, dass nur sozialversicherungspflichtig Beschäftigte die Möglichkeit haben sollen, in diesen Deutschlandfonds einzuzahlen”, sagt Rürup. “Denn die wichtigsten Ursachen für das steigende Risiko von Altersarmut sind unterbrochene Erwerbsbiografien mit Zeiten, in denen kein Beschäftigungsverhältnis besteht und keine Rentenbeiträge gezahlt werden, konkret Langzeitarbeitslosigkeit, der Bezug einer Erwerbsminderungsrente und insbesondere Zeiten von (Solo-)Selbständigkeit.”

Sein Fazit: “Mit ein paar Handgriffen ließe sich der Deutschlandfonds zu einem modernen, neuen Standbein für die ergänzende Altersvorsorge ausbauen.” (vwh/ku)

Bild: Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institute und ehemaliger Wirtschaftsweiser. (Quelle: vwh)

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