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Deutschland liegt bei Managerhaftung auf Platz eins

13.08.2015 – Die Haftung für unternehmerische Fehler hat in Deutschland in den letzten 25 Jahren enorm an Bedeutung gewonnen – nicht nur bei den börsennotierten Unternehmen. Auch im Mittelstand löst die Einstellung von Fremdgeschäftsführern eine zunehmende Nachfrage von D&O-Policen aus. Der deutsche Markt verzeichnet ein Prämienvolumen von rund 750 Mio. Euro jährlich. Bei der ökonomischen Potenz liegt Deutschland im weltweiten Ranking der Managerhaftung sogar auf Platz eins, berichtet Michael Hendricks, Geschäftsführender Gesellschafter Hendricks & Co. GmbH.

Schätzungen zufolge summiert sich die Zahl der Haftungsfälle bei den etwa 30 Prozent der relevanten Unternehmen mit D&O-Versicherungen derzeit auf mehr als 20.000, erklärt der Experte in einem Gastbeitrag für das unternehmermagazin. Ein Grund dafür liege unter anderem in den verschärften gesetzlichen Rahmenbedigungen sowie in der Verschärfung der Wettbewerbssituation, die Unternehmen an die Grenzen der Legalität führen würden, sagt Michael Hendricks. Dies zeigen nicht zuletzt die vielen Kartellverfahren.

Die Unternehmen verfolgen beim Abschluss einer D&O-Police vor allem zwei Ziele: einen Bilanz- und einen Vermögensschutz. In erster Linie gehe es immer um den Schutz privaten Vermögens angestellter Vorstände, Geschäftsführer und Aufsichtsräte sowie mittlerweile auch bezogen auf die Gesellschafter. Zudem diene der “aktive Bilanzschutz” der Existenzsicherung des Unternehmens, betont Hendricks. (vwh/td)

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