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“Deutsche Versicherer stark belastet”

06.06.2014 – accenture_eva_deworAuf einen Zielkonflikt zwischen Solvency II und den neuen Vorschriften beim internationalen Rechnungslegungsstandard nach IFRS weist Eva Dewor vom Beratungshaus Accenture im Gespräch mit der Börsen-Zeitung hin:

“Die Versicherer stehen vor einer Reihe von Aufgaben, die in Summe erheblich belasten: Die aktuellen Stresstests, die Vorbereitungen zur Einführung der Solvency-II-Regeln, die ab 2016 greifen sollen, sowie Neuerungen bei den Rechnungslegungsstandards IFRS 4 und IAS 39, der ab Anfang 2015 durch IFRS 9 ersetzt wird, allerdings noch nicht für Europa”, schreibt die Börsen-Zeitung (nicht online).

Eva Dewor, Managing Director bei Accenture und dort verantwortlich für das Risk Management in Deutschland, Europa, Afrika und Latein Amerika kritisiert im Interview die “unterschiedlichen Philosophien in der Aufsicht und im Rechnungswesen”. Und weiter: “Die zukünftigen IFRS-4-Phase-2- und IFRS-9-Accountingregeln sind nicht leicht in Einklang zu bringen mit den Berechnungsregeln von Solvency II. Überleitungen sind nur mit Aufwand möglich“, sagte sie im Gespräch mit der Börsen-Zeitung.

“So sind gemäß den neuen IFRS Regeln Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Marktwert (Fair Value) anzusetzen. Die dafür erforderlichen Daten für Cash-flow-Projektionen und Reserven liegen häufig in den Aktuarsystemen. Sie können jedoch die gewünschte Granularität (Feinkörnigkeit) für Rechnungslegungszwecke kaum bedienen. Denn die aktuariellen Systeme wollen in erster Linie Risiken bewerten, reservieren und Risikokapital berechnen. Dies erfolgt auf ‘Portfolioebene’, nicht jedoch auf Einzelvertragsebene, wie vom Rechnungswesen gewünscht.”

Foto: Eva Dewor, Managing Director bei Accenture (Quelle: Accenture)

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