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Deutsche glauben, der Rechtserfolg hänge vom Geld ab

07.07.2015 – 451118_original_R_K_by_Thorben_Wengert_pixeliodeMehr als die Hälfte der Deutschen geht davon aus, dass derjenige vor Gericht Recht bekommt, der das meiste Geld für Anwälte ausgibt, das ist das Ergebnis einer im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) durchgeführten Forsa-Studie. „Der Zugang zum Recht darf nicht zu einer Frage der wirtschaftlichen Stärke des Einzelnen werden“, sagt Thomas Lämmrich, Leiter Rechtsschutzversicherung beim GDV.

Fast 50 Prozent würden sogar auf die Durchsetzung ihres Rechts verzichten, wenn die Kosten für eine rechtliche Auseinandersetzung höher ausfallen könnten als ihre eigentliche Forderung. Besonders ältere Menschen fürchten dabei das Kostenrisiko: „Dass viele Menschen wegen des Kostenrisikos auf ihr Recht verzichten würden, ist besorgniserregend“, sagt Lämmrich.

Aus der Studie geht ferner hervor, dass rund 80 Prozent der Deutschen die Kosten eines Rechtsstreits viel zu niedrig einschätzen. Lediglich sechs Prozent beurteilen das Kostenrisiko realistisch. „Das Ergebnis überrascht: Obwohl fast 60 Prozent der Befragten angeben, dass sie schon einmal rechtliche Hilfe benötigten, herrscht über die Höhe der anfallenden Kosten große Unkenntnis“, erklärt der Leiter der Rechtsschutzversicherung beim GDV.

Vor knapp zwei Jahren wurde das Kostenrecht geändert. Anwalts- und Gerichtskosten sowie die Abrechnungsentgelte für Notare, Sachverständige und Dolmetscher wurden angehoben.Darüber wissen die wenigsten Deutschen Bescheid. Hierbei kann eine Rechtschutzversicherung das Kostenrisiko einer rechtlichen Auseinandersetzung deutlich minimieren. (vwh/dg)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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