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“Deutsche auf dem Platz und Amerikaner in der Umkleidekabine”

08.09.2015 – Thomas_Bauernhansl_Quelle IFFIm Vergleich zu anderen Playern sei Deutschland bei der Digitalisierung der Wertschöpfung gut aufgestellt, glaubt Thomas Bauernhansl, Leiter des Instituts für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) sowie des Frauenhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. “Wir stehen im Spiel ‘Industrie 4.0′ schon lange auf dem Platz, während die Amerikaner noch in der Umkleidekabine sitzen.”

“Durch ihren Umgang mit ‘Big Data’ können die Amerikaner jedoch den Erfahrungsvorsprung Deutschlands durchaus aufholen”, wird Bauernhansl im Handelsblatt zitiert. Sorgen bereite ihm vor allem die stark vom Staat geförderte chinesische Robotor-Industrie. “Das Ergebnis könnte also sein, dass China günstige Roboter baut, und die USA, zum Beispiel Google, die passende Software zum Betrieb Roboter liefert. Das wäre eine gefährliche Konstellation für Deutschland.”

Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie bleibe jedoch bewahrt, weil es in der Wertschöpfung immer “Hotspots” gebe, die von günstigen Rahmenbedingungen, wie Clustersynergien, Fachkräften oder auch Infrastruktur abhängen. “In der Automobilproduktion, dem Maschinenbau oder auch der Chemie finden wir diese Hotspots in Deutschland”, sagt Bauernhansl.

“Die US-Konzerne wie Google oder Amazon versuchen, ihre dominante Position im Internet der Menschen mit dem Fokus auf die Consumermärkte (B2C) auf das Internet der Dinge und damit auf die Industriemärkte (B2B) zu übertragen. Deutsche Unternehmen wie Siemens, Bosch oder die Telekom halten dagegen und versuchen selbst, wettbewerbsfähige plattformbasierte Ökosysteme im Internet zu etablieren”, ist Bauernhansl überzeugt. (vwh/dg)

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