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Der Biss zum Schluss

09.11.2015 – vampir_pixelioVampire gelten seit jeher als ein Teil der europäischen Mythologie. Zwar ist die Existenz jener untoten und blutsaugenden Geschöpfe zwischen Diesseits und Jenseits bis heute wissenschaftlich praktisch nicht belegt. Dennoch wurde der wohl berühmteste Vampir der Literaturgeschichte – Graf Dracula – unlängst zu einem Versicherungsfall für die Allianz.

So beruht jene Gestalt auf dem durchaus realen Vorbild des rumänischen Fürsten Vlad III., welcher im 15. Jahrhundert historische Bekanntheit durch seinen Widerstand gegen die osmanische Expansion und seine vermeintlichen Grausamkeiten erhielt – und vom irischen Schriftsteller Bram Stoker vier Jahrhunderte später literarisch verarbeitet wurde.

Dabei fällt die Schadenbilanz nach Berechnungen der Allianz durchaus verheerend aus. Allein zwölf Männer, drei Frauen und eine unbekannte Anzahl Kinder wurden im Laufe der Geschichte des Grafen von Transsilvanien bis zum letzten Tropfen ausgesaugt.

Demnach sieht sich Rainer Strodtkötter, Schadenregulierer der Allianz, außerstande den Personenschaden dieser Horrorbilanz zu beziffern. “Ein Untoter könnte natürlich Schadenersatz und Schmerzensgeldansprüche gegenüber dem Vampir erheben”, wird der Experte um Allianz-Unternehmensmagazin 1890 zitiert. Allerdings gebe es keine Präzedenzfälle – und somit auch kein Urteil darüber, wie der Schaden zu bewerten sei.

In einer rechtlichen Grauzone bleibe zudem, inwieweit eine Versicherung für die Taten eines bissigen Kunden zahlen müsse. Für den Experten zumindest beim Grafen selbst diese Frage mit einem klaren Nein zu beantworten, weil dieser vorsätzlich handelte. “Wir können ihm daher leider keinen Versicherungsschutz anbieten”, betont Strodtkötter weiter.

Leichter zu beziffern seien hingegen die Sach- und Personenschäden. Laut Roman ist die Bilanz hier eindeutig: ein Rasierspiegel, zwei Schiffe, persönliche Dokumente und ein goldenes Kruzifix gehen hier zu Bruch. Ein Mann bricht sich den Finger, und eine junge Dame namens Mina erleidet Verbrennungen im Gesicht. Die Schadensumme insgesamt: 220.024 Euro.

Unbezahlbar und unschätzbar bleibt jedoch der ideelle Wert, den Dracula und seine literarischen Spiegelbilder – einschließlich filmischer Rezeption in Hollywood-Manier – heute bei Fans gruseliger Schauergeschichten einnimmt. (vwh/td)

Bildquelle: Didi01 / pixelio.de

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