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“Definierte Qualitätsstandards für Kliniken sind unverzichtbar”

08.09.2015 – franz_nieps_bkk“Definierte Qualitätsstandards für Kliniken sind unverzichtbar, um im gesamten Bundesgebiet eine gute Qualität der Patientenversorgung zu ermöglichen”, sagt Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes”. Zudem lehnen die Betriebskrankenkassen weiterhin Zu- und Abschläge für Struktur- und Prozessqualität in den Krankenhäusern ab.

Außerdem sollen laut BKK Krankenhäuser, die dauerhaft einen definierten Mindestqualitätsstandard unterschreiten, davon ausgeschlossen werden, die bewertete Leistung zu erbringen. “Die Qualitätssicherung auf Bundesebene soll Wirkung entfalten können und zu mehr Patientensicherheit und Versorgungsqualität führen. Deshalb darf nur das Erreichen von Qualität die Teilnahme an Vergütung und Krankenhausplanung garantieren. Belohnungszahlungen oder Abschläge für Mindeststandards verwässern ein an sich präzises Instrument der Qualitätssteuerung”, fordert Knieps.

Der Gesetzesentwurf zur geplanten Krankenhausreform gewährleiste zudem nur bei der Feststellung von Unterversorgung und Sicherstellungszuschlägen für bestimmte Regionen eine konsequente erreichbarkeitsorientierte Krankenhausplanung, so der BKK Dachverband. Dieser greife allerdings zu kurz, da die gleichen Kriterien der Erreichbarkeitskriterien auch da gelten müssen, wo Überversorgung besteht: “Nur wenn auch in diesen Regionen medizinische Leistungen gebündelt werden, können wir die gewollte Konzentration und Spezialisierung und damit bessere Qualität der Versorgung erreichen. Im Ruhrgebiet und in der Uckermark können grundsätzlich dieselben Entfernungen zum Krankenhaus als Maßstab gelten”, ergänzt Knieps.

Auf Zustimmung stößt jedoch der geplante Strukturfonds: “Es ist richtig, den Abbau von Überkapazitäten, die Konzentration von Krankenhausstandorten und die Umwandlung von Kliniken in MVZ oder Seniorenheime gezielt zu fördern. Richtig ist auch, die Länder in die Pflicht zu nehmen, die 500 Mio. Euro aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds um den gleichen Betrag zu ergänzen. Dass die Länder allerdings als Antragssteller auf Mittel aus dem Strukturfonds auch gleich die Hand auf dieses Geld legen können, befördert die gewollte Konzentration der Krankenhäuser auf den Altar der Länderfinanzinteressen”, so Knieps. (vwh/td)

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