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Ecclesia-Chef für Versachlichung der Vergütungsdiskussion

11.08.2014 – Kay_Tilman_EcclesiaAuf ein Wort – Das Sommer-Interview mit Tilman Kay, Hauptgeschäftsführer der Ecclesia Holding GmbH.

Ein Jahr nach seinen Forderungen an die Politik, für zusätzliche Leistungen auf Grund des medizinischen Fortschritts, auch realistische Refinanzierungsvorschläge zu unterbreiten, spricht der Ecclesia-Chef über die erzielten Fortschritte und weitere offene Baustellen.

VWheute: Herr Kay, wir wollen mal nachhaken. Sie haben in der Versicherungswirtschaft (IM PROFIL) vom 1. August 2013  zur Prämienentwicklung in der Krankenhaus-Haftpflichtversicherung gesagt: „Die Politik muss dafür Sorge tragen, dass der den Krankenhausträgern hieraus entstehende zusätzliche Aufwand auch refinanziert wird. Die Krankenhäuser dürfen für den medizinischen Fortschritt nicht auch noch bestraft werden.“ Gilt diese Aussage auch heute noch?

Kay: Ja, es bleibt dabei: Der Prämienanstieg in der Krankenhaus-Haftpflichtversicherung stellt primär ein Refinanzierungsproblem und kein Haftpflichtproblem dar. Auf einem höheren Prämienniveau stellt sich wieder Wettbewerb zwischen den Versicherern ein. Das höhere Prämienniveau resultiert aus dem stark gestiegenen Aufwand für Großschäden und dieser wiederum aus der längeren Lebenserwartung schwer geschädigter Menschen – als Folge des medizinischen Fortschritts. Die Politik muss für eine entsprechende Anpassung der Krankenhaus-Entgelte sorgen, was noch nicht geschehen ist.

VWheute: Was sind Ihre Prioritäten im zweiten Halbjahr 2014?

Kay: Meine Hauptaufgabe besteht in der zweiten Hälfte eines Jahres stets darin, mit dafür Sorge zu tragen, dass die Verhandlungen zur Neuordnung der Versicherungsverträge per 01.01. des Folgejahres aus Sicht unserer Kunden erfolgreich abgeschlossen werden. Dies gilt auch für 2014.

VWheute: Ihre Visionen für 2014/2015?

Kay: Diese betreffen ausnahmsweise die Politik, die uns ja weiterhin begleiten wird. Ich hoffe und erwarte: In der Diskussion über die Vergütung der Versicherungsmakler wird es endlich zu einer Versachlichung kommen – u.a. wird zukünftig zwischen den Regularien in der Lebensversicherung, bei der der Abschluss eines Vertrages und damit auch eine Abschlussvergütung im Fokus steht, und denjenigen in der Schadenversicherung, bei der sich unsere Dienstleistungen ganz überwiegend auf die laufende Betreuung der Kunden und Versicherungsverträge beziehen und in der es zumindest betriebswirtschaftlich gar keine „Abschlussvergütung“ gibt, unterschieden.

VWheute: Ihre persönlichen Wünsche für den Rest des Jahres?

Kay: Dauerhafter und belastbarer Frieden in den Krisenregionen der Welt.

VWheute: Wo verbringen Sie oder haben Sie in diesem Jahr Ihren Sommer-Urlaub verbracht?

Kay: Ich habe mit meiner Familie eine sehr schöne Woche auf Mallorca genossen. Ein längerer Urlaub ist in diesem Sommer aus Termingründen nicht drin.

Das Interview führte VWheute-Korrespondent Wolfgang Otte.

Bild: Tilamn Kay hofft auf eine Versachlichung der Diskussion um die Vergütung der Versicherungsmakler. (Quelle: Ecclesia)

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