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Cyber-Attacken auf das Gemeinwohl

11.03.2014 – michael-hange-15030.000 Cyber-Attacken täglich, die Dunkelziffer ist immens. Michael Hange, Chef des Bundesamtes für Sicherheitstechnik in der Informationstechnik (BSI), unterstützt die Pläne der Regierung, eine Meldepflicht einzuführen. “Mit übertriebener Bürokratie hat das nichts zu tun”, erklärt er im Interview mit der Welt. Bei der Sicherheit der Unternehmen “geht es um das Gemeinwohl”.

“Wir brauchen belastbare Daten zu Cyberangriffen.” Denn solche Angriffe würden in Zukunft zum Alltag gehören. Nur so könne man auch Mindeststandards für eine bessere Sicherheit entwickeln. 28 Branchen habe man identifiziert, die besonders gefährdet sind. Kritische Infrastrukturen sieht das BSI im Banken-, Energie-, Logistik-, Telekommunikations- oder Medienbereich. Die NSA-Affäre nennt Hange einen “Weckruf für Deutschland”, dass es neben kriminellen auch nachrichtendienstliche Bedrohungen im Bereich der Datensicherheit gebe. Cyber-Kriminalität hält er für ein äußerst lukratives Geschäftsmodell. Monatlich und weltweit seien “sieben Millionen neue Varianten von Schadprogrammen im Umlauf, 1.200 Bot-Netze geschaltet, mit denen Computer ferngesteuert werden können”. Diese Netze werden laut Hange von Kriminellen vermietet, zum Versenden von Spam-Mail oder sogenannter DDos-Attacken. Bei diesen wird eine Website durch künstlich erzeugte Anfragen lahmgelegt.

Lösungsansätze sind laut BSI-Chef Hange, Kommunikationsinhalte stärker zu verschlüsseln und die Forderung nach mehr Transparenz hinsichtlich des Speicherortes von Daten. Denn ob Daten auf deutschen oder amerikanischen Servern liegen, macht einen erheblichen Unterschied hinsichtlich der Sicherheit.

Bild: Für BSI-Chef Michael Hange ist eine Cyberattacke auch ein Angriff auf das Gemeinwohl. (Quelle: wikipedia.de)

Link: Cyber-Angriffe werden zum Alltag gehören. Das komplette Interview bei welt.de

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