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Carsten Spohr -Turm im Sturm

30.03.2015 – spohr_lufthansa_150„Unfassbar“-Carsten Spohr, der Lufthansa-Vorsitzende, hatte das Wort, das zur meist gebrauchten Losung wurde, nicht unbedingt im Köcher, als er sich in dieser alptraumhaften Krisensituation den Medien stellte. Aber die Erschütterung, die Sachlichkeit, die Empathie, die er in angemessenen Worten zugleich mit der Verantwortung persönlich und für sein Unternehmen mitteilte, findet ungeteilte Hochachtung.

„In Stahlgewittern“ überschrieb gestern die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung die Leadership, die Spohr in dieser in mehrfacher Hinsicht tödlichen Krise verkörperte. Er habe “alles richtig gemacht”. So prägte der Lufthansa-Chef  unter den Augen einer aufgewühlten Welt das Bild eines Top-Managers, dessen Wirkung nicht so bald verblassen wird.

Die Versicherer sind ja durchaus gewohnt, sich mit Worst Case-Szenarien zu beschäftigen. Nicht nur, wenn der Versicherungsfall eintritt. Welcher Verantwortliche an der Spitze eines Unternehmens auch in dieser Branche treibt nicht immer wieder einmal die Sorge vor dem unvermuteten Einschlag, der mit einem Mal alles ändert und das gewachsene Bild des Unternehmens zu zerstören droht. Die FAZ hat in dem lesenswerten Beitrag reportiert, wie umfassend und präzise das LH-Handbuch für den Katastrophenfall ausgearbeitet ist. Doch es funktioniert in der akuten Situation nur, wenn der Kapitän erkennbar persönlich auf der Brücke den Kurs steuert und ansagt. Beides muss dann zusammen kommen – die Professionalität einer vorbereiteten Partitur für das Krisenmanagement und authentische Leadership in der akuten Situation. Der Top-Manager Spohr war zur Stelle. (vwh)

Bild: Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Group. (Quelle: Lufthansa)

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