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Buffett und die Munich Re: ein unüberbrückbarer Konflikt?

07.10.2015 – warren_buffettWarren Buffett ist immer wieder gerne mal für eine Schlagzeile gut. Erst vergangene Woche reduzierte er seine Beteiligung am Rückversicherer Munich Re auf 9,7 Prozent, was gerade bei den Börsianern besonderen Anklang fand. Über die Gründe wird hingegen immer noch spekuliert. Für Fondsmanager Markus Elsässer ist hingegen klar: Die Gründe liegen nicht nur in den düsteren Branchenaussichten.

So führe “vor allem die Konkurrenz im Versicherungsgeschäft durch institutionelle Investoren wie Hedgefonds, Pensionskassen und spezialisierte Finanzprodukte im Umfeld des billigen Geldes zu Preisverfall und Verschiebungen”, schreibt der Experte in einem Gastbeitrag für die Wirtschaftswoche. Dennoch verkaufe Buffett nur selten große Beteiligungen, so seine Spekulation.

Denkbar sei hingegen auch, “dass der strenge, sparsame Kapitalansatz aus Omaha nicht zu der traditionellen Münchener Rück-Kultur gepasst habe”, spekuliert Elsässer. Zudem sei auch bekannt, “dass es kosteneffizientere Unternehmen als die Münchener-Rück-Gruppe gibt”, ergänzt der Experte. Die Folge: ein “(nicht ausgesprochener) Konflikt zwischen Münchener Vorstandsinteressen und der nüchternen Kapitalorientierung von Warren Buffett”, so Elsässers Schluss. (vwh/td)

Link: Warren Buffett verringert Beteiligung an Munich Re (Tagesreport vom 30.09.2015)

Bild: Warren Buffett (Quelle: White House / Pete Souza)

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