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Branchen-Experte Poweleit überraschend verstorben

23.09.2014 – Poweleit2Von unserem Korrespondenten Wolfgang Otte.

Deutschlands renommiertester Fachjournalist für die Versicherungsbranche, Manfred Poweleit, ist am Wochenende in seinem Wohnhaus in Artlenburg/Elbe im Alter von 59 Jahren völlig überraschend verstorben. Er hinterlässt eine 21-jährige Tochter, die zurzeit eine Ausbildung zur Versicherungskauffrau absolviert.

Manfred Poweleit, Verleger, Chefredakteur und Herausgeber des Brancheninformationsdienstes Map-Report sowie des wöchentlich erscheinenden Map-Fax war stets ein kritischer Journalist, der der Branche durchaus den Spiegel vorhielt. In der Sache war er ein Verfechter der privaten Altersvorsorge mit dem Instrument der Lebensversicherung in all ihren Facetten. Der Map-Report erscheint seit rund 24 Jahren mit umfassenden Ratings über die Lebensversicherungsbranche und weitere bedeutende Sparten.

Aus kleinen Anfängen heraus haben die umfassenden, analytisch und akribisch zusammengestellten Werke, breite Zustimmung gefunden. Sie bilden regelmäßig die Grundlage für die Berichterstattung in vielen Medien. 1992 hatte der „gebürtige Ostfriese aus Emden in der Elbmarsch” – wie er sich selbst beschrieb – eine weitere, geniale Idee: Neben den faktenschweren Rating-Heften, entwickelte er mit dem Map-Fax einen aktuellen Kurznachrichtendienst, der jeden Freitag über neueste Entwicklungen in der Branche und der Finanzpolitik berichtete – das in einer durchaus frechen Art, dabei aber nie die Ernsthaftigkeit der Sache aus den Augen verlierend.

Sein berufliches Rüstzeug erlangte der „kritische Geist“, so beschrieb er sich einmal selbst, nach dem Abitur durch das Studium der Volkswirtschaftslehre und Publizistik in Göttingen. Seine empirische Diplomarbeit zum Thema „Wirtschafts-Berichterstattung in Tageszeitungen“ sollte auch seinen weiteren Weg bestimmen. Beim ostwestfälischen Westfalenblatt erwarb sich der frischgebackene Diplom-Volkswirt ab 1981 die ersten journalistischen Sporen. Nächste Station und seine erste Redakteursstelle war bei der Wirtschaftswoche. Dort fiel er der Fachwelt durch seine Titelgeschichte „Banken contra Versicherungen“ auf. Damit erarbeitete er sich bundesweite Beachtung. Der Wechsel zum Hamburger Manager Magazin öffnete viele Türen in den Vorstandsetagen der Versicherungsbranche.

Doch den „analytisch-systematischen Journalismus“, schrieb er einmal, fand er auch bei dieser Publikation nicht. 1990 machte er sich selbstständig und gründete den Map-Report, was nichts anderes als die Abkürzung von Manfred Poweleit beinhaltete. Sein viel zu früher Tod wird in der Branche und darüber hinaus eine große fachliche Lücke hinterlassen.

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