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Botermann: „Abrechnungsoptimierungen nehmen zu”

25.06.2014 – hallesche_botermannDie Hallesche Krankenversicherung geht massiv gegen „Abrechnungsoptimierungen” vor. Gerade Abrechnungen im stationären und Zahn-Bereich enthalten teilweise fünfstellige Summen. „Im letzten Jahr haben wir 40 Millionen Euro nicht gezahlt”, sagte Walter Botermann, Vorstandsvorsitzender des Alte Leipziger-Hallesche Konzerns, gestern vor der Presse.

„Wir haben einen dramatischen Kostendruck. Wenn wir nicht aufpassen, haben wir eine Erhöhung der Leistung von sechs bis acht Prozent im Jahr. Seitdem wir regelmäßig dagegen angehen, ist dieser Wert viel niedriger geworden. Im letzten Jahr hatten wir keine Kostensteigerungen. Wir hatten Aufwendungen für Versicherungsfälle in Höhe von 631 Millionen Euro und 40 Millionen Euro nicht gezahlt. Wir müssen dauerhaft eine Größenordnung beibehalten, die den Beitragsanstieg von drei bis fünf Prozent auffängt”, sagte Botermann weiter.

Bei den Ärzten sei man deshalb nicht unbeliebter. „Ich habe nicht den Eindruck, dass wir deshalb bei den Ärzten schlecht ankommen. Wir streichen ja nicht einfach die Leistung, sondern verständigen uns auf einen Abrechnungsweg. Manche Sachen zahlen wir einfach nicht”, so Boterman.

Vielleicht sei man manchmal auch „zu pingelig” gewesen. Doch die Hallesche verspricht sich von ihrem stringenten Vorgehen Erziehungseffekte. „Hier geht es nicht darum, dass wir 18,30 Euro bei einer Rechnung von 100 Euro kürzen. Das wäre ja unwirtschaftlich. Auf der anderen Seite müssen wir aufpassen, dass es nicht bekannt wird, dass wir die 18,30 Euro bezahlen, obwohl sie falsch sind. Dann stehen die nämlich auf jeder Rechnung.” (ell)

Bild: Walter Botermann, Vorstandsvorsitzender der Hallesche Krankenversicherung. (Quelle: Hallesche)

Link: Hallesche setzt Leitfaden zum Tarifwechselrecht um

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