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Bayerische BKK-Chefin: Gesundheitsbewusste Kassen werden bestraft

06.03.2015 – sigrid_koenig_bkkbayernDie Vorständin des BKK Landesverbandes Bayern, Sigrid König, hat die derzeitige Praxis des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) scharf kritisiert. Demnach könnten Krankenkassen, die gezielt in die Gesundheit ihrer Versicherten investieren, ihre Ausgaben aus dem Ausgleichstopf teilweise nicht decken. Stattdessen erhielten andere Träger mit vielen kranken Versicherten häufig mehr Geld, als sie tatsächlich benötigten.

Demnach beweise die “Psychoneuroimmunologie seit Jahren, dass dauerhafter Stress die Ursache für viele chronischen Krankheiten wie Depression, Krebs oder Diabetes Typ 2 sei, so die BKK-Chefin in einer Pressemitteilung. “Leider werden diese Zusammenhänge in der medizinischen Praxis viel zu wenig beachtet”, kritisierte König. Gerade der Abbau von Stressfaktoren fördere die Gesundheit der Versicherten enorm. “Dass gerade diese Kassen im Finanzausgleich wettbewerbsverzerrend benachteiligt werden, ist ein besonders zynischer Akt der Politik”, so die BKK-Chefin.

Stattdessen solle der Blick im Krankenkassenfinanzausgleich auch auf die Gesundheit der Versicherten geworfen werden: “Der ausschließliche Blick auf die Morbidität schränkt unseren Handlungsspielraum in Punkto Gesundheitsförderung ein”, forderte König. (vwh/td)

Bild: Sigrid König (Quelle: BKK Landesverband Bayern)

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