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“bAV hat jetzt schon herausragende Effektivrenditen”

23.03.2015 – Dommermuth_Institut_f_FinanzplanungUnter den drei Säulen der Altersversorgung in Deutschland nimmt die bAV mit einem Anteil von 10,1 Prozent den letzten Platz ein, nach der gesetzlichen Rente (75,0 Prozent) und der privaten Altersvorsorge (14,9 Prozent). “Bei der Schließung der erheblichen Rentenlücken der Zukunft sollte sie besser an zweiter Stelle stehen”, sagt Thomas Dommermuth vom Institut für Vorsorge und Finanzierung.

“Die bAV bringt wegen ihrer zahlreichen Pluspunkte trotz der gegenwärtigen Rechtslage herausragende Effektivrenditen”, sagt Thomas Dommermuth, Vorsitzender des Fachbeirates des Institutes für Vorsorge und Finanzplanung. “Ein Privatprodukt müsste dagegen deutlich über fünf Prozent erbringen, um nicht schlechter zu sein.”

Dennoch stellt er in seinem Beitrag für den Allianz-Kundenbericht fest: „Kein Bedarf vonseiten der Arbeitnehmer“ ist der mit 69 Prozent am meisten genannte Grund von bAV-losen Unternehmen für die Nichteinführung einer Betriebsrente. Auch er stellt Verbesserungspotenzial fest.

“Die Belastung durch die Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner muss verschwinden”, erklärt Dommermuth. In diesem Fall sieht er die gleichzeitige Streichung der Ersparnis an Kranken- und Pflegeversicherung in der Erwerbsphase als probates Mittel, um unnötigen bürokratischen Aufwand zu vermeiden.

Auch eine qualifizierte Beratung könnte auf Arbeitnehmerseite für den notwendigen Push sorgen.

“Daneben sind der Arbeitgeberwechsel zu erleichtern und die Anrechnung auf die Grundsicherung zu eliminieren; auch Opting-out sollte ein Thema sein”, sagt Dommermuth.

“Der Gesetzesvorschlag vom Oktober 2014 setzt an gemeinsamen bAV-Einrichtungen der Tarifvertragsparteien in Form von Pensionskassen beziehungsweise Pensionsfonds an, definiert nur für diese eine
reine Beitragszusage und ermöglicht insoweit die Vermeidung der Einstandspflicht des Arbeitgebers; dadurch ist er stark wettbewerbsverzerrend.” (vwh/ku)

Bild: Thomas Dommermuth, Steuerberater und Professor an der Ostbayerischen Technischen Hochschule und Gründer des Institutes für Vorsorge und Finanzplanung. (Quelle: Institut für Vorsorge)

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