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bAV: Gesetzes-Novelle allein bringt keine nachhaltige Verbreitung

04.03.2015 – Buchem_MercerDie Neuregelung des Paragrafen 17 B Betriebsrentengesetzes wird nicht ausreichen, die Verbreitung der bAV nachhaltig zu fördern, sagt Uwe Buchem, Leiter des Bereichs Retirement bei Mercer in Deutschland. Er fordert in seinem Beitrag für VWheute konkrete und konsequente Maßnahmen seitens der Politik:

Zentral ist die Reduzierung der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge für Leistungen der betrieblichen Altersversorgung. Weiter fordert er die Beseitigung der Anrechnung von Leistungen der bAV auf die Grundsicherung.

Ohne eine erleichterte Änderung bestehender Versorgungswerke für zukünftige Dienstzeiten könne ein Gesetzesvorstoß, wie er aktuell diskutiert wird (siehe DOSSIER), keinen Erfolg haben.

Buchem fordert zudem eine Anpassung von Zins und Bewertungsverfahren nach § 6 a EStG an die handelsrechtlichen Regelungen sowie Abfindungsmöglichkeiten auch oberhalb der derzeitigen Bagatellgrenzen.

Maßnahmen wie eine Anpassungsgarantie von einem Prozent ohne weiteren Inflationsausgleich auch bei Zusageerteilung vor 1999 oder die befreiende Übertragung auf eine Direktversicherung auch ohne Liquidierung des Unternehmens, können laut Buchem Abhilfe schaffen.

Sollte sich die Nahles-Rente in der aktuellen Form durchsetzen, gibt der Experte zu bedenken: “Zudem sollten alle Unternehmen, die die betriebliche Altersversorgung neu einrichten, die Möglichkeit behalten, unternehmensindividuelle Regelungen zu schaffen, die von den tariflichen abweichen.”

Seine Positionen zur bAV finden sich unter dem Titel “Individuelle Regelungen schaffen” in der aktuellen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft (Heft 3/2015)

Bild: Uwe Buchem, Leiter des Bereichs Retirement bei Mercer in Deutschland. (Quelle: Mercer)

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