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Bankenverband: Draghi kauft bald marode Staatspapiere

26.11.2014 – Kemmer_BankenverbandDie Wahrscheinlichkeit, dass Mario Draghi marode Staatspapiere kauft, steigt. So interpretiert Michael Kemmer, Chef des Bundesverbands Deutscher Banken, die aktuelle Situation. Den Unmut anlässlich der Nachricht zu Negativzinsen sieht er mehr psychologisch, weniger ökonomisch begründet.

“Wir befinden uns in der keynesianischen Liquiditätsfalle”, bewertet Michael Kemmer die aktuellen Entwicklungen anlässlich der institutionellen Niedrigzinspolitik. “Das heißt, es gibt genügend Liquidität im Markt, aber es gibt eben nicht genügend Möglichkeiten und genügend Nachfrage, diese Liquidität zu investieren. Das ist ein gewisses Dilemma und das kann nur dadurch gelöst werden, dass wir Wachstumsimpulse setzen, und das muss von den Regierungen kommen.”

Deutliche Hinweise, dass Staatsanleihen von der EZB aufgekauft werden, will er ausgemacht haben, so Kemmer im Interview mit dem Deutschlandfunk . “Das andere Pulver der Europäischen Zentralbank ist natürlich weitgehend verschossen. Weitere Zinssenkungen kann er nicht mehr vornehmen, da ist er schon am Ende, und sein Instrumentenkasten enthält nicht mehr so ganz viele Bausteine.” Vor zwei Jahren habe allein die Ankündigung, Staatsanleihen aufzukaufen, zur Stabilisierung der Situation beigetragen. (vwh/ku)

Bild: Michael Kemmer, Chef des Bundesverbands Deutscher Banken (Quelle: Bankenverband)

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