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IT-Babylon in der Branche

02.03.2016 – mardfeldtIn der digitalen Kommunikation zwischen Versicherern und Maklern herrschen “babylonische Verhältnisse”, meint Holger Mardfeldt, Partner beim Makler-Verbund und Versicherungsdienstleister Martens & Prahl im GDV-Interview. “Wenn ein Makler etwa mit 100 Versicherern zusammenarbeitet, wird er sich auf fast genauso viele Makler-Extranets einlassen müssen”, konstatiert der Experte.

Ein weiteres Problem sind nach Ansicht des Experten die Medienbrüche: “Was der eine digital benötigt, hat der andere nur in Papierform vorliegen – und umgekehrt. Das sorgt für Doppelarbeit, Zeitverlust, Frust und hohe Kosten nicht nur beim Makler, auch bei den Versicherern”, lautet seine Kritik.

Mit der Maklerkommunikation 4.0 will der Branchenverband künftig den digitalen Austausch von Daten und Dokumenten zwischen Maklern und den Versicherungsunternehmen standardisieren und damit vereinfachen. Im Frühjahr 2016 endet das dazu gestartete Pilotprojekt zur Maklerkommunikation. “Nach Auswertung dieser Pilotphase sollen erste Normen ‘startklar’ sein”, ergänzt Mardfeldt.

Allerdings werde es “bestimmt noch mehrere Jahre dauern, bis alles rundläuft. “‘Fertig’ wird ein so großes Projekt nie sein, da sich die Versicherungswelt weiterentwickelt – und damit die Plattform, die Technik, die Prozesse – und die Kundenanforderungen”, konstatiert der Experte. Dennoch gebe es noch “einige ‘Eisblöcke’, die wir aus dem Weg räumen müssen. Wir müssen verbindliche, eindeutige Normen vereinbaren, die nicht von den Nutzern abgeändert oder interpretiert werden können. Mitbestimmung ist ein weiteres Thema: Wer die Plattform nutzt, soll auch mitentscheiden dürfen, also auch wir Makler. Dritter Punkt: Wir brauchen verbindliche Spielregeln”, so Mardfeldt. (vwh/td)

Bildquelle: Martens & Prahl

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