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Baas: Tarife nach Lebensstil sind ein Kardinalfehler

09.02.2016 – TK-PressefotoErnährung, Fitness, Gesundheit – alles kann elektronisch über Wearables erfasst werden. Befeuert wird dieser Trend auch durch die Versicherer. Argwöhnisch beäugt Jens Baas die aktuellen Entwicklungen. Der Vorstandschef der Techniker Krankenkasse ist vor allem dagegen, Tarife mit gesundheitsbewusstem Verhalten zu verknüpfen. Eine solche Strategie, wie sie zum Beispiel bei der Generali gefahren werde, sei ein Kardinalfehler.

“Kurzfristig würden wir vielleicht Kunden anziehen, langfristig aber würde das Misstrauen überwiegen nach dem Motto: Die wollen die Daten nur zu ihrem geschäftlichen Nutzen”, warnt Baas in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. “Wir haben schon umgekehrt überlegt, ob man nicht einen Aufpreis dafür verlangen sollte, wenn wir den Versicherten anbieten, die Daten zu managen.”

Der TK-Vorstandsvorsitzende plädiert für eine elektronische Patientenkarte, die neben klassischen medizinischen Daten auch Erhebungen von Fitness-Trackern enthält. “Die nächste medizinische Revolution wird kein einzelnes Medikament sein”, sagt Baas. “Sie kommt durch die Art und Weise, wie wir medizinische Daten zusammenführen und etwa für die Forschung nutzen.” (vwh/mst)

Bild: Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (Quelle: TK)

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