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Audi-Chef Stadler im SZ-Interview: „Die Hoheit im Auto hat allein der Hersteller“

05.12.2014 – Stadler_AudiWeil Fahrzeuge immer vernetzter werden, sorgen sich viele Kunden um ihre Daten. Audi-Chef Rupert Stadler will nun mit Google eine „gemeinsame Geschäftsordnung“ erarbeiten, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Im Interview konkretisiert der Vorstandsvorsitzende seine Visionen für eine Mobilität der Zukunft.

SZ: Die Zukunft könnte so aussehen: Ich fahre über die Landstraße, bekomme plötzlich Zahnweh und suche über Google einen Zahnarzt in Rosenheim. Am Ende weiß Google nicht nur, dass ich einen Zahnarzt gesucht habe, sondern auch, wann ich wie dahin gefahren bin.

Stadler: Einspruch. Google weiß das nur, wenn Sie als Kunde ausdrücklich zustimmen, dass solche Daten genutzt werden. Die Hoheit über die persönlichen Daten ist das höchste Gut, nicht nur für jeden Bürger, sondern auch für jeden Autofahrer.

Und da kann der Kunde sicher sein, dass die Daten nicht weitergegeben werden?

Da muss er sich sogar sicher sein! Datensicherheit wird eines Tages ein Wettbewerbsvorteil sein.

Trotzdem sind viele Menschen beunruhigt, weil Google Daten sammelt – und zwar in Ihren Autos!

Dafür gibt es keinen Anlass. Wir arbeiten mit Google nicht nur zusammen, um zu verstehen, welche kommunikativen Möglichkeiten das Auto der Zukunft bietet, sondern auch, um möglichst rasch zu einer gemeinsamen Geschäftsordnung zu gelangen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wo wir welche Daten sammeln und ob wir sie notwendigerweise speichern oder weiter verarbeiten.

Wann wird diese Geschäftsordnung stehen?

Es wird noch einige Diskussionen geben. Wichtig ist, dass alle Stakeholder an einem Tisch sitzen, mit dem höchsten Respekt vor der Aufgabe. Diesen Wandel können wir nur gemeinsam gestalten.

Bild: Rupert Stadler, Audi Vorstandsvorsitzender. (Quelle: Audi)

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