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Atom-Unfall oder nicht? Situation ist unübersichtlich

05.12.2014 – Smital_GreenpeaceSuper-Gau oder kleine technische Panne: beim vermeintlichen Atom-Unfall in der Ukraine ist es mit Greenpeace-Experte Heinz Smital zu früh, um endgültig Entwarnung zu geben.

“Es ist ja doch zur Schnellabschaltung gekommen”, sagt Heinz Smital, was doch zumindest Fragen aufwerfe, ob der nukleare Teil des Atomkraftwerks Saporoschje betroffen sei. “Hier ist sicherlich auch noch Aufklärungsarbeit notwendig.”

Smital führt im Interview mit dem Deutschlandfunk den Fall des Atomkraftwerks Krümmel an, bei dem es auch zunächst geheißen habe, der nukleare Teil sei nicht betroffen gewesen. Genauere Untersuchungen hätten hier 2007 gezeigt, dass Sicherheits- und Entlastungsventile betätigt wurden und der Wasserstand auch weiter abgesenkt wurde, sogar in den kritischen Bereich hinein.

Im Zusammenhang mit dem aktuellen Konflikt fürchtet er Sabotageakte, die mit Insiderknowhow Kraftwerke stilllegen können: “Und wenn das noch mit dem Ziel einer radioaktiven Freisetzung verbunden wird, das kann schon sehr gefährlich werden”, konstatiert Smital. “Man hat auch in der ehemaligen Sowjetunion durchaus Leute mit militärischem Hintergrund. Wenn die gewonnen werden für solche Aufgaben, das ist schon eine sehr, sehr unangenehme, sehr, sehr gefährliche Mischung insgesamt.” (vwh/ku)

Bild: Heinz Smital, der Atomexperte der Organisation Greenpeace. (Quelle: Greenpeace)

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