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Versicherer wollen Risiken stärker streuen

10.11.2015 – 149249_web_R_by_Marco Barnebeck(Telemarco)_pixelio.deAb 2016 ist Solvency II harte Realität. Die neue regulatorische Normalität ermöglicht Versicherern eine flexiblere Anlagepolitik. Nach einem aktuellen Bericht von Axa Investment Managers (Axa IM) werden die deutschen Akteure ihr Kapital ab dem kommenden Jahr deutlich differenzierter anlegen als bisher.

71 Prozent der Versicherer planen mit der Einführung der neuen regulatorischen Standards zum Jahresbeginn 2016 eine stärkere Risikostreuung über Anlageklassen, Länder, Märkte und Währungen. “Dass zunehmend mehr Versicherungsunternehmen den Nutzen einer stärkeren Diversifikation erkennen, ist eine erfreuliche Entwicklung”, glaubt Christina Böck, Head Solution Strategists Central Europe bei AXA IM. “Diversifikation ist die einfachste Möglichkeit, kapitalschonend das Risiko-Rendite-Profil eines Portfolios zu verbessern.” Gerade kleinere Häuser hätten in dieser Hinsicht viel Potenzial.

Indes könnte der Einsatz riskanterer aber renditeträchtiger Anlageklassen unter den Solvenzkapitalanforderungen leiden, die mit Solvency II neu eingeführt werden. 52 Prozent der Befragten erwarten ein geringeres Engagement in Aktien unter dem neuen Aufsichtssystem, lediglich zwölf Prozent rechnen mit einer Zunahme. 43 Prozent wollen sich verstärkt mit Unternehmensanleihen oder Infrastrukturdarlehen befassen, 41 Prozent rechnen mit einem Ausbau ihres Staatsanleihen-Engagements. “Dies ist angesichts des andauernden Niedrigzinsumfeldes ein überraschendes Ergebnis, das sich wohl nur durch entsprechende regulatorische Anreize erklären lässt”, sagt Böck. “Allerdings gibt es auch unter Solvency II neben den häufig genannten Staatsanleihen und Infrastrukturinvestments durchaus Anlageklassen mit günstigen Solvenzkapitalanforderungen, die weniger im Blickpunkt der Investoren stehen – und gerade deshalb interessant sein können.”

Einen größeren Teil ihres Asset Managements wollen 72 Prozent der Studienteilnehmer an externe Manager auslagern. Infrastrukturdarlehen, Unternehmensanleihen, kommerzielle Immobiliendarlehen und Aktien stehen hier besonders im Fokus. (vwh/mst)

Link: Versicherer auf der Suche nach alternativen Investments

Bild: Tunnelbau in Zwickau (Quelle: Marco Barnebeck (Telemarco)/ pixelio.de)

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