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ARD-Wetterexperte: Mehr Tornados wegen Klimawandel nicht zu beweisen

18.05.2015 – tornado_augsburg_150Ob eine Zunahme der Wetterphänomene auf den Klimawandel zurückzuführen ist, “diese Frage kann man – Stand heute – noch nicht seriös beantworten”, sagte der ARD-Wetterexperte Karsten Schwanke mit Blick auf den Tornado, der letzte Woche Donnerstag im Landkreis Aichach-Friedberg im Westen des Freistaate wütete. Schwankes These dazu lautet: Dass mehr Tornados beobachtet werden, heißt nicht, dass es tatsächlich auch mehr gibt.

Smartphones, die weitere Zunahme von Kameras und nicht zuletzt sogenannte “Tornadojäger, die den Regenradar live verfolgen”, sind laut ARD-Wetterexperte Karsten Schwanke die Hauptgründe dafür, dass Tornados auch in Deutschland immer mehr in das Blickfeld der Öffentlichkeit geraten.

Diese Häufung dieser verheerenden Wirbelstürme gehört für ihn demnach eher in den Bereich der subjektiven und medialen Wahrnehmung.

Die Vorhersage eines Tornados sei “in gewissen Grenzen” möglich, erklärte er im Bayerischen Rundfunk. Diese Phänomene stünden stets im Zusammenhang mit starken Gewittern. Eine engere Eingrenzung sei – bis auf die Vorhersage von Gewittern – nicht möglich.

Folgende Voraussetzungen müssten für die Entstehung eines Tornados erfüllt sein: Unterschiedliche Windrichtungen und Geschwindigkeiten führen in der Atmosphäre zur sogenannten Windscherung. Darüber hinaus spielen auch geographische Bedingungen eine wichtige Rolle.

In der vergangenen Woche hatte ein Tornado im ostdeutschen Städtchen Bützow 126 Häuser demoliert bei 30 Verletzten. Im bayerischen Affing und Umgebung hatte dann ein weiterer Wirbelsturm laut Augsburger Allgemeine einen mindestens zweistelligen Millionenschaden verursacht. Hier waren sieben Verletzte zu beklagen. (vwh/ku)

Bild: Reuters

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