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Arag-Chef Faßbender: Ziel sind über 40 Prozent Auslandsgeschäft

27.10.2014 – pofassbenderVon VWheute-Korrespondent Wolfgang Otte.

Paul-Otto Faßbender prägt seit 2000 als Vorstandsvorsitzender den weltweit drittgrößten Rechtsschutzversicherungs-Konzern – ein internationales Firmenimperium mit über 1,5 Mrd. Euro jährlichen Prämieneinnahmen. Der Konzernumbau der letzten Jahre sei abgeschlossen und trage Früchte. Auf die Unabhängigkeit seines Konzerns ist Faßbender besonders stolz.

“Wir können Entscheidungen treffen, ohne auf kurzfristige renditeorientierte Aktionärsinteressen achten zu müssen“, betont er. Das schaffe große unternehmerische Freiräume. Besonderen Wert legt Faßbender auf die seit Jahrzehnten praktizierte Thesaurierungs-Strategie, wonach der größte Teil der erwirtschafteten Gewinne im Unternehmen verbleibt. “Wir wollen die Arag auch von innen stärken, das haben uns schon unsere Väter beigebracht, und das steht vor den Familieninteressen nach einer hohen Dividende”.

Wesentliche Rolle spielt das internationale Geschäft, das bereits seit über 52 Jahren betrieben wird und mit der Gründung einer Gesellschaft in den Niederlanden seinen Anfang nahm. Rund 32 Prozent der jährlichen Beitragseinnahmen kamen 2013 bereits aus dem Ausland. Inzwischen ist der Versicherer in 14 europäischen und außereuropäischen Ländern in der Rechtsschutzsparte aktiv.

Faßbender ist ehrgeizig und will den internationalen Anteil an den Prämieneinnahmen kontinuierlich auf über 40 Prozent ausbauen: “Das ist zwar anspruchsvoll, wird aber unsere Zukunft absichern. Wir sehen dort deutliche Wachstums-Phantasien, während der deutsche Markt aufgrund der demografischen Entwicklung langfristig keine großen Steigerungs-Chancen hergibt”. Im Ausland gilt die klare Strategie, ausschließlich Rechtsschutzpolicen anzubieten, während in Deutschland der Versicherer mit dem Gelb als Markenzeichen sich nach wie vor als Mehrsparten-Anbieter “mit Potential nach oben” versteht.

Der weltweite Erfolg hat einen wesentlichen Hintergrund. Faßbender unterstreicht, dass es nicht darum ginge, das deutsche Produkt- und Geschäftsmodell einfach zu übertragen. “Das geht schon deshalb nicht, weil die Versicherungsmärkte überall anders funktionieren. Wir treten zwar unter unserer Marke auf, aber mit dort einheimischen Teams, die den Heimatmarkt gut verstehen und mit Angeboten, die auf die unterschiedlichen Länderkulturen und Rechtslagen ausgerichtet sind”.

Die ausführlichen Aussagen von P.O. Faßbender erscheinen in der nächsten Ausgabe des Business- und Managementmagazin Versicherungswirtschaft (Heft 11/2014).

Bild: Paul-Otto Faßbender, Arag-Vorstandsvorsitzender. (Quelle: ARAG)

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