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Anschlagsgefahr: “Weniger ob, sondern wann, wo und wie.”

09.02.2015 – tophoven_terrorexperte_150_iftusRolf Tophoven, geboren 1937, ist Direktor des „Instituts für Krisenprävention“ (IFTUS) in Essen. Er beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit den Phänomenen der Guerilla und des Terrorismus und wurde in den Medien im In- und Ausland zum bekannten Analysten politisch motivierter Gewalt. Im Interview mit Faceoface, dem Magazin der ACE in Europa, gibt der Terrorexperte seine Einschätzung zur konkreten Gefährdungslage in Deutschland ab.

Müssen wir uns fürchten, dass Anschläge durch Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft in Deutschland erfolgen?

Tophoven: Die deutschen Sicherheitsbehörden gehen durchaus davon aus. Sie sprechen daher stets von einer abstrakten hohen Gefährdungslage. Ich gehe sogar etwas darüber hinaus und spreche von einer sich konkretisierenden abstrakten Gefahr. Denn von den über 500 Deutschen im syrisch-irakischen Kampfgebiet unter dem Banner des IS sind ja inzwischen circa 130 wieder zurückgekehrt. Sie sind für mich “tickende Zeitbomben”, denn manche der Rückkehrer sind kampferprobt und haben eine militärische oder paramilitärische Ausbildung erfahren. Sie könnten als Einzeltäter oder als terroristische Kleinstgruppe agieren.

Und wie hoch schätzen Sie das Risiko ein?

Ich möchte hier nicht spekulieren und Panik, beziehungsweise Hysterie verbreiten, aber die Gefahr, dass es zu einem Anschlag kommt, muss jederzeit gesehen werden. Für manche Fachleute ist es weniger das Ob, denn das Wann, Wo und Wie.

Bild: Rolf Tophoven ist Direktor des „Instituts für Krisenprävention“ (IFTUS). (Quelle: IFTUS)

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