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Altersvorsorge: Zuwanderer kosten

02.10.2015 – Bernd_RaffelhueschenBernd Raffelhüschen, Demografie- Professor aus Freiburg, nimmt auch vor großen Gremien kein Blatt vor den Mund, wenn es um das Thema Altersvorsorge geht. Seine jüngste provokante These dürfte wieder Platz in den Medien finden und für hitzige Diskussionen sorgen: “Ich warne vor der Annahme, sich von dem Zustrom an Flüchtlingen in irgendeiner Weise eine Erleichterung für die umlagefinanzierte Rentenversicherung zu erhoffen.”

Die Überalterung sei das Problem von heute und von uns selbst, nicht von morgen und werde keineswegs durch die Flüchtlinge zu lösen sein. Im Gegenteil würden Zuwanderer weniger als die einheimische Bevölkerung in die Staatskasse einzahlen. Dafür würden diese dann im Alter aber höhere Transferleistungen erhalten. Dem Finanzwissenschaftler und Experten für die Rentenpolitik in Deutschland kann durchaus Fachwissen unterstellt werden, wenngleich er dieses auf  seine ganz besondere Art vorträgt: Er war von 2002 bis 2003 Mitglied der Rürup-Kommission zur Zukunft der sozialen Sicherungssysteme. Für Wohlfühlveranstaltungen ist in Raffelhüschens “unbequemer Welt” kein Platz. Wer ihn als Referent  einlädt, muss von vornherein wissen, was die Zuhörer erwartet. (wo)

Bild: Bernd Raffelhüschen, Universität Freiburg. (Quelle: Uni Freiburg/Raffelhüschen)

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