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Altersvorsorge: Psychologe diagnostiziert Aufschieberitis

24.06.2015 – Rueckert_GDVPositive Emotionen sind auch für die Altersvorsorge entscheidend, lautet die These Diplom-Psychologe Hans-Werner Rückert. “Mit Zahlen und Argumenten kommen Sie da allein nicht weiter.” Sein Befund, den er mit den News des GDV teil: Wenn es um ihre Altersvorsorge geht, scheinen viele Deutsche an “Aufschieberitis” zu leiden.

“Von Prokrastination oder Aufschieberei sprechen wir, wenn Menschen in einer Situation selbst sagen, dass sie eine Aufgabe dringend erledigen müssen – aber es einfach nicht tun”, erklärt Hans-Werner Rückert das Phänomen, über das die Versicherungsbranche sich bei einer Großzahl potenzieller Kundschaft in Sachen Altersvorsorge wundert.

“Gerade Themen wie Gesundheit oder Altersvorsorge sind ja stark mit negativen Aspekten besetzt”, sagt Rückert im Interview mit dem GDV. “Menschen denken nicht gerne an das Altwerden, an vielleicht lange Krankheit, an das Sterben. Diese negativen Aspekte muss man erst einmal beiseiteschieben und den Blick auf die genussvollen Seiten des Alters werfen. Etwa, dass man seine Enkel unterstützen kann oder vielleicht eine Kreuzfahrt unternehmen möchte.”

Mit ein paar Broschüren sei es nicht getan. “Die Zurückhaltung vieler Menschen hat sicherlich auch viel mit Imageproblemen zu tun, auch da ist die Versicherungswirtschaft gefordert”, stellt er fest. Vorbehalte könne man im Bündnis mit Partnern abbauen, die Vertrauen genießen. Auch die Politik sieht Rückert gefragt. (vwh/ku)

Bild: Hans-Werner Rückert ist Diplom-Psychologe und Psychoanalytiker. Er leitet die Zentraleinrichtung Studienberatung und Psychologische Beratung der Freien Universität Berlin (Quelle: GDV)

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