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Altersarmut und Lohnungleichheit – alle gegen die Politiker

31.10.2016 – Der Politik weht ein rauer Wind entgegen: Aus zwei gänzlich unterschiedlichen Richtungen werden die bestehenden Verhältnisse kritisiert und der Ruf nach Änderungen wird laut. Adolf Bauer vom Sozialverband Deutschland wirft der Bundesregierung Tatenlosigkeit beim Problem der Altersarmut vor. BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter kritisiert die Pläne von Manuela Schwesig bezüglich der Lohngerechtigkeit.

Adolf_bauer_SOVDOhne Reformen wird Altersarmut für Millionen Menschen in Deutschland zur wachsenden Gefahr. Davor warnt der Sozialverband Deutschland (SoVD). Der Verband möchte, dass die Bundesregierung ihrer Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag umsetzt. Um den Druck zu erhöhen, startet der SoVD unter seinen Mitgliedern eine Briefaktion.

Die Aktion soll die Bundestagsabgeordneten auffordern, Antworten auf die Fragen zur Altersarmut und zur Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung zu geben. “Zahlen belegen, dass Armut im Alter wächst. Wenn Politiker aufgrund dieses Alarmzeichens mehr private Vorsorge empfehlen, so ist das ein übler Scherz. Denn dieser Rat ist keine ernsthafte Option für die Betroffenen. Es ist höchste Zeit, dass die Politik den Ernst der Lage erkennt. Deshalb gehört das Thema auf die Agenda aller Bundestagsabgeordneten, unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu einem Fachausschuss”, erklärt Bauer.

Steffen Kampeter_BDAWeitere Kritik an den politischen Verhältnissen übt BDA-Hauptgeschäftsführer Kampeter. Er erklärt zum Gesetzentwurf von Bundesministerin Schwesig bezüglich Lohngerechtigkeit: “Der heute von Bundesministerin Schwesig vorgestellte Gesetzentwurf für ein angebliches Lohngerechtigkeitsgesetz enthält viele neue bürokratische Regelungen und schafft damit lediglich neue Verunsicherungen für Unternehmen und Belegschaften – aber kein Mehr an Gerechtigkeit.” Weiter führt Kampeter aus: “Auch ein im Vergleich zur ersten Überlegungen aus dem Hause Schwesig weniger bürokratischer Gesetzentwurf bleibt ein bürokratischer Gesetzentwurf. Auch werden nirgendwo bürokratische Regelungen zurückgenommen, wie es die Koalition versprochen hatte.” (vwh/mv)

Bilder: Adolf Bauer (Oben – Quelle: SOVD) und Steffen Kampeter (unten – Quelle: BDA)

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