Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Allianz-Chefvolkswirt will “Druck aufrecht halten”

19.06.2015 – Heise_AllianzAllianz-Chefvolkswirt Michael Heise sieht keine schnelle Einigung in der Griechenlandfrage. “Möglicherweise wird man den 30. Juni abwarten müssen”, sagte er am Donnerstag im Interview auf N-TV. Auch wenn die dann anstehenden Zahlungen an den Internationalen Währungsfonds wieder gestreckt würden, analysiert er: “Es ist gut, den Druck aufrecht zu halten.”

Für die anstehenden Gipfel-Sitzungen spielte er die Erwartungen herunter. Im Interview gestern konnte sich Michael Heise nicht vorstellen, dass über das Wochenende politische Ergebnisse erzielt werden, wie mit der aktuellen Zahlungsmoral und politischen Situation in Griechenland seitens der EU umzugehen ist.

Auf die Frage, inwieweit ein Grexit auf Deutschland wirken würde, entgegnete er: “Die Beziehungen der Realwirtschaft sind nicht so bedeutsam, dass er direkte Auswirkungen haben würde.”

Indirekte Auswirkungen auf Aktien und Risikoprämien anderer Länder indes könne man nicht voraussagen. Heise erwartet aber auch hier keinen Zusammenbruch. Die EZB sollte angesichts drohender Kapitalflucht aus Griechenland ihre Möglichkeiten zur Kapitalverkehrskontrolle restriktiver nutzen. (vwh/ku)

Bild: Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise (Quelle: Allianz)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten