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Allerdissen: „Der Markt giert nach Problemlösungen”

29.01.2014 – allerdissen-podiumIndustrieversicherer sind mit vielfältigen, komplexen neuen Risiken konfrontiert. Cyber, Erneuerbare Energien und Complianceanforderungen in Zukunfsmärkten sind einige davon. Doch bei der Entwicklung von neuen Deckungskonzepten stoßen oft mehrere Interessen aufeinander.

„Das ist doch die Dauerdiskussion bei neuen Risiken: Der Versicherer will sich möglichst schnell im Vorfeld die Überkompensation der möglichen Schäden verdient haben und der Kunde sagt: Kommt gar nicht in die Tüte. Ich optimiere und arbeite darüber hinaus in die Gegenrichtung. Ich will nämlich, dass das Risiko sich erst gar nicht verwirklicht. Ich sehe darin einen unauflösbaren Widerspruch”, sagte Hans-Jürgen Allerdissen, Vorstandsvorsitzender des DVS Deutscher Versicherungs-Schutzverband auf der Euroforum-Jahrestagung Haftpflicht in Hamburg.

Kleinere Unternehmen hätten existenzbedrohende Risiken und seien nicht in der Lage, bei Durststrecken von einem Jahr das Mittel der Selbstfinanzierung zu nutzen. „Dann hat der Versicherer einen längeren Hebel, indem er sagt: Ich zahl sofort, aber nur ein Drittel.” Das würde sich dann manches Unternehmen überlegen.

Insgesamt sei im Augenblick aber vieles zu vernünftigen Preisen versicherbar, räumte Allerdissen ein. Trotzdem: Zufrieden gibt er sich nicht. „Es gibt Risiken, die kriegen wir immer noch nicht versichert und man wundert sich, wo das manchmal der Fall ist. Das hätten wir nie erwartet, dass die Versicherungsbranche sich auf der Gänze des Marktes verweigert.” (ell)

Foto: Allerdissen: „Der Markt giert nach Problemlösungen” (Quelle: Euroforum/Hergenröder)

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