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VIG-Chefin Stadler liebäugelt mit Osteuropa

20.03.2017 – elisabeth_stadler_treichElisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group (VIG), verspricht sich von den Märkten in Zentral- und Osteuropa “unheimlich spannende Entwicklungen”. Dort sei noch viel Potential vorhanden. Allerdings würden sich die Versicherungsmärkte aufgrund der weit geringeren Kaufkraft und der damit einhergehenden niedrigen Versicherungsdichte bei weitem nicht auf dem Entwicklungsniveau von Österreich und Westeuropa befinden.

Während die Versicherungsdichte etwa in Polen bei knapp 350 Euro liegt, beläuft sie sich in Österreich auf mehr als das Sechsfache. Bei den Produkten sei das Ziel, den länderspezifischen Gegebenheiten auf den einzelnen Märkten so gut wie möglich gerecht zu werden. Dem trage die Mehrmarkenstrategie Rechnung. Sie bestehe darin, dass die VIG in den meisten ihrer Märkte mit mehr als einer Gesellschaft bzw. Marke präsent sei. Durch den individuellen Marktauftritt dieser Gesellschaften gelinge es, verschiedene Zielgruppen zu adressieren und auch die Produktportfolios unterschiedlich zu gestalten.

Im Prinzip gehe es in den ersten Jahren der Tätigkeit in diesen Märkten um die Absicherung meist neu geschaffener materieller Werte, wie Autos, Haus oder Wohnung. Der Sachversicherungsanteil sei nach wie dominierend. Aber es rücke mit zunehmendem Wohlstand jetzt auch die Absicherung der Pension und Gesundheit in den Vordergrund. “Speziell in der Krankenversicherung sehen wir aufgrund der überall steigenden Gesundheitskosten ein großes Potential für private Krankenversicherungen”, betont Stadler.

Unsicherheiten sind normales Business

Die Unwägbarkeiten und Unsicherheiten der Märkte bewertet Stadler als normales Business. “Wir verfolgen eine Mehrmarkenstrategie und lokales Unternehmertum als strategische Eckpfeiler. Unsere hohe Diversität ist ein großer Vorteil”. Denn dadurch könnten schwierige Verhältnisse in einem Markt mit einem besonders guten Verlauf in einem anderen ausgeglichen werden.

“Wenn es also irgendwo mal nicht rund läuft, wirft uns das nicht gleich aus der Bahn. Wir halten die Spur”. Was ihr besonders wichtig ist: “Wir legen großen Wert auf politisch stabile Verhältnisse und Profitabilität. Wenn wir da mittel- bis langfristig ungünstige Parameter für uns orten oder eine Entwicklung absehbar unprofitabel verläuft, würden wir die Konsequenzen ziehen”. Bisher war das aber erstmals 2012 in Russland der Fall”. (wo)

Bild: Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group (VIG). (Quelle: Sebastian Reich)

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