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“Garantien taugen nicht für die Altersvorsorge”

16.11.2017 – Thomas Haszloecher, PensexpertDas Frankfurter Start-up Deutsche Pensexpert spart nicht mit großen Worten: “Versicherungen mit Garantien und private Vorsorgemodelle wie Riester taugen nicht mehr für die Altersvorsorge”, erklärt Thomas Haßlöcher, Beirat der Deutsche Pensexpert GmbH, an der Einweihungsfeier des neuen Hauptsitzes in Frankfurt am Main. Eine Alternative stehe aber bereit.

Oft müssten 20 Jahre ins Land gehen, um die hohen Kosten solcher Konzepte mit “ihren mageren Renditen” wieder einzuspielen. Selbst das bunkern von Geld unter dem Kissen wäre demgegenüber eine besser Alternative. Haßlöcher plädiert, wenig überraschend, für Lösungen aus seinem Haus, das sich als Kernkompetenz auf Private Banking für die betriebliche Altersvorsorge spezialisiert hat. Eine “tragfähige Basis für eine effiziente Altersvorsorge” sieht Haßlöcher in “transparenten, kostengünstigen Fondskonzepten”. Diese hätten sich schon “seit Jahren” in der Schweiz bewährt. Gute Kontakte zum bergigen Nachbarland hat das Unternehmen, denn hinter der Deutsche Pensexpert steht die Schwestergesellschaft Pensexpert AG in Luzern.

Warum ihr Angebot besser ist als Standardprodukte mit Garantien und für wen es geeignet ist, erklärt Haßlöcher: “Unser Systemangebot eignet sich aufgrund der Standardisierung für Konzerne wie kleine und mittelgroße Unternehmen gleichermaßen. Wir sind der Partner der Unternehmen, die ihre betriebliche Altersvorsorge unabhängig von bestimmten Produkten und Anbietern gestalten wollen.” Das Angebot des Hauses würde “kostengünstigen und flexiblen Zugang zu nahezu allen Anlageprodukten der Banken und Versicherungen” bieten. Zudem könne es mit den “zukunftsweisenden Zeitwertkonten” kombiniert werden. Mitarbeiter hätten damit die Möglichkeit, Teile des Bruttogehaltes, einmalige Sonderzahlungen, Überstunden oder Resturlaubstage steuerfrei in das System einzubringen.

Müssen Garantien sein?

Der Streit um das Für und Wider von Garantien in der Altersvorsorge ist kein neues Thema. Versicherer fordern vom Gesetzgeber eine Flexibilisierung der Garantieanforderungen bei Riesterprodukten sowie in der betrieblichen Altersvorsorge. “Es ist nicht Aufgabe des Gesetzgebers für jedes Produkt Garantieanforderungen vorzuschreiben”, erklärte Ergo-Vorstand Michael Fauser zuletzt auf der Euroforum-Konferenz “Strategiemeeting Lebensversicherungswirtschaft”.

Die Zukunft wird zeigen, ob Versicherungen mit Garantien wirklich ein Relikt sind und neue Produkte ihren Platz bei den Verbrauchern einnehmen werden. (vwh/mv)

Bild:Thomas Haßlöcher (Quelle: Deutsche Pensexpert)

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