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Trumps Klimapolitik könnte Katastrophenschäden erhöhen

06.06.2017 – Hoeppe_Peter_MunichReAls “schweren Schlag” bezeichnet Peter Höppe, Leiter der Georisikoforschung von Munich Re, die Entscheidung des US-Präsidenten, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszusteigen. “Das Paris-Abkommen ist der bisher wichtigste Schritt, um die globale Erwärmung abzumildern und deren riskanten Folgen eher beherrschbar zu machen.”

Vor allem ärmere Länder litten unter den Folgen des Klimawandels, hätten aber deutlich weniger zu dessen Ursachen beigetragen, sagt Höppe. “Es ist daher ein schwerer Schlag, wenn eine führende Industrienation wie die USA die Maßnahmen gegen die globale Erwärmung nicht mehr unterstützen.”

Die anderen Industrieländer sieht Höppe nun in der Pflicht, die Klimapolitik “umso entschlossener voranzutreiben.” Jene Länder mit hohen CO2-Emissionen müssten nun “liefern”, namentlich nennt er die europäischen Staaten.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Auch ökonomisch gesehen sei dies sinnvoll, die Kosten von Maßnahmen zur Vermeidung des Klimawandels unterschritten deutlich die Kosten steigender Schäden aus klimabedingten Naturgefahren.

“Je weniger konsequent diese Schritte sind, desto mehr muss zwangsläufig für die Anpassung an erhöhte Naturgefahren ausgegeben werden”, so Höppe weiter. “Das gilt übrigens auch für die USA, die Naturkatastrophen stark ausgesetzt sind und durch die globale Erwärmung ebenfalls mit mehr Opfern und Schäden rechnen müssen.” (vwh/de)

Bild: Peter Höppe, Leiter der Georisikoforschung von Munich Re (Quelle: Munich Re)

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